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Merken   Drucken   07.05.2011, 17:45 Schriftgröße: AAA

Winterspiele 2018: Münchens Olympia-Macher zittern vor Bürgervotum

Gut 21.000 stimmberechtigte Garmisch-Partenkirchener entscheiden am Sonntag über die Olympiaträume der bayrischen Metropole. Eine Niederlage beim Bürgerentscheid wäre ein herber Rückschlag. Entsprechend groß ist die Anspannung bei den Befürwortern. von Klaus Bergmann
Mit bangem Blick schauen die Münchner Olympia-Macher um Chef-Repräsentantin Katarina Witt Richtung Zugspitze. Beim mit großer Spannung erwarteten Bürgerentscheid an diesem Sonntag in Garmisch-Partenkirchen könnte sich zwei Monate vor dem finalen Votum des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) das Schicksal der Bewerbung um die Winterspiele 2018 vorentscheiden - eine Abstimmungsniederlage wäre für die Befürworter fatal.
Soll Olympia 2018 in München stattfinden?

 

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"Es wäre ein richtig schlimmer Rückschlag, fast ein Verlust des sicheren Bodens unter den Füßen", räumte Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) vor dem Tag der Wahrheit ein. Die Bewerbung würde zwar nicht abrupt gestoppt, falls die "NOlympia"-Fraktion gewinnen sollte, "aber politisch würde es bedeuten, dass die Mehrheit der abstimmenden Bevölkerung dagegen wäre", sagte Ude.
Knapp 21.000 Stimmberechtigte in der rund 26.000 Einwohner zählenden Marktgemeinde unterhalb Deutschlands höchsten Berg sind aufgerufen, am Muttertag ihre Kreuzchen zu machen. Vereinfacht geht es nach einem monatelangen Streit, der den Ort tief gespalten hat, um eine Frage: "Ja" oder "Nein" zu Olympia 2018?
Mehr als 5000 Briefwahl-Anträge belegen das große Interesse an dem Bürger-Votum. Beide Parteien versuchten, ihre Anhänger im Endspurt des Wahlkampfes zu mobilisieren. "Die Mehrheit, die für Olympia war, muss auch zur Abstimmung gehen. Das ist das Gebot der Stunde", sagte Ude. Betont optimistisch gibt sich Thomas Bach, der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB): "Ich gehe davon aus, dass die schweigende Mehrheit eine sprechende Mehrheit wird", sagte er.
"Ich mache ein Bürgerbegehren nicht, um zu verlieren", konterte Axel Doering, Mitinitiator der Initiative gegen Olympia 2018. Er tippt optimistisch auf einen Sieg mit "52 Prozent", die für seine Seite ein grandioser Erfolg wären. Für die Olympia-Macher wäre ein knapper Erfolg dagegen kein Anlass zum Jubeln. "Das IOC mag nichts weniger, als dass es irgendwo nicht wohlgelitten ist", stichelte Doering. Die Gegner wollen den "Ausverkauf der Heimat" verhindern.

Teil 2: Joschka Fischer wirbt für München

  • dpa, 07.05.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
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