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30. Olympische Spiele London 2012
Merken   Drucken   14.08.2012, 17:13 Schriftgröße: AAA

Olympia-Abschlussfeier: David Bowie hatte keine Lust auf London

Die Abschlusszeremonie der Olympischen Spiele in London war eine kleine Geschichte der Popkultur. Die Großmeister David Bowie, Mick Jagger und Kate Bush allerdings wollten von Olympia nichts wissen und sagten ab.
© Bild: 2012 Reuters/KAI PFAFFENBACH
Die Abschlusszeremonie der Olympischen Spiele in London war eine kleine Geschichte der Popkultur. Die Großmeister David Bowie, Mick Jagger und Kate Bush allerdings wollten von Olympia nichts wissen und sagten ab.

Kein David Bowie, keine Sex Pistols, keine Rolling Stones: Die Organisatoren der olympischen Abschlusszeremonie haben sich offenbar hochkarätige Absagen eingehandelt. Die Londoner Zeitung "The Guardian" berichtet unter Berufung auf Branchenkreise, dass David Bowie das Angebot ausgeschlagen habe, die Feier mit seinem "Heroes" zu beschließen - obwohl der Klassiker zur inoffiziellen Hymne für die britischen Olympia-Helden geworden ist.

Auch Kate Bush, die öffentliche Auftritte seit Jahren scheut, habe nicht mitmachen wollen. Auf ihrer Homepage kommentierte sie das Event mit dem Titel "Symphony for British Music" immerhin als "brillante Show". Auf Bushs größten Hit mussten die Londoner trotzdem nicht verzichten: "Running Up That Hill" lief – von einer Tanzperformance begleitet – vom Band. Eine Sprecherin der Rolling Stones begründete das "No" von Mick Jagger und Co. in der "Times" mit den Worten: "Sie sind nicht in Tour-Stimmung."

Olympia 2012 London sagt Goodbye

Auch die Altstars von The Who, die das Spektakel am Sonntagabend mit "My Generation" beschlossen, sollen das Angebot zweimal abgelehnt haben - ehe sie den Auftritt vor einem Millionen-Publikum an den Fernsehern weltweit dann offenbar als Promotion-Gelegenheit für ihre US Tour erkannten. Der künstlerische Leiter der Show, Kim Gavin, hatte schon eingeräumt, es habe unter den angefragten Künstlern auch Absagen gegeben. Zwei von ihnen hätten dann nach dem erfolgreichen Start der Spiele doch noch eine Lücke in ihrem Terminkalender gefunden. "Dann hatten wir aber keinen Platz mehr für sie."

Kritik kassierte George Michael. Nach seinem Evergreen "Freedom" durfte der Wham!-Star beim Comeback nach seiner lebensgefährlichen Lungenentzündung als einer von wenigen einen zweiten Song singen - und wählte seine neue Single "White Light". Unter anderem twitterte Steve Anderson, Musikproduzent für Kylie Minogue, über das Lied, das vielen Zuhörern melodisch als Stimmungskiller erschien: "Das ist nicht die richtige Zeit, seine Single zu promoten - sorry George."

  • dpa, 14.08.2012
    © 2012 Financial Times Deutschland
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