Uhrmann kam die Dramatik vor dem finalen Sprung gelegen. "Ich bin sehr froh, dass ich Martin etwas von dem zurückgeben konnte, was er mir in all den Jahren ermöglicht hat", sagte der Bayer. Der Erfolg, an dem Startspringer Michael Neumayer und Youngster Andreas Wank ebenfalls großen Anteil hatten, war für den 31-Jährigen eine Genugtuung. "In den vergangenen acht Jahren ist viel passiert. Wir waren zwischendurch schon abgeschrieben. Aber wir drei Älteren sind richtig starke Springer", sagte Uhrmann.
Das "Senioren-Trio" Schmitt, Uhrmann, Neumayer will auf jeden Fall noch bis zur WM 2011 weitermachen und seinen Teil zum anstehenden Neuaufbau beitragen. "Es wird weitergehen, man muss sich um den deutschen Skisprung keine Sorgen machen", sagte Uhrmann. Und Schmitt ergänzte: "Wir haben gute Leute im Nachwuchsbereich. Es liegt jetzt an ihnen, den nächsten Schritt zu tun."
Die Medaille soll dabei Motivation und Ansporn sein. "Das gibt einen riesen Schub und erleichtert die Arbeit mit den jungen Springern ungemein. Nun sollte es gelingen, den Neuaufbau positiv zu gestalten", sagte DSV-Sportdirektor Thomas Pfüller. Auch Uhrmann ist zuversichtlich: "Auch wenn sich die Prognose gewagt anhört: Ich glaube daran, dass man die Österreicher angreifen kann."