Nach den ersten Ausscheidungsläufen am Osterwochenende müssen sich die Top-Athleten von Freitag bis Sonntag auf der Regattastrecke am Niederrhein auch bei der zweiten nationalen Qualifikation beweisen, um bei den beiden entscheidenden Weltcups in Posen (18. bis 20. Mai) und wiederum Duisburg (25. bis 27. Mai) starten zu dürfen. Im Anschluss an die internationalen Prüfungen entscheidet der Deutsche Kanu-Verband über die Vergabe seiner London-Fahrkarten.
Zugleich werden an diesem Samstag auch die deutschen Meister über die Einer-Strecken gekürt. Nach den ersten Ausscheidungsläufen haben vor allem Kajak-Sprinter Ronald Rauhe und Canadier-Mann Sebastian Brendel sehr gute Olympia-Aussichten. Beide benötigen im Qualifikations-Marathon für das Großereignis im Sommer aber noch mindestens eine weitere Topplatzierung in den anstehenden Läufen.
«So wie beim Fußball ein Spiel auch erst nach zwei Halbzeiten entschieden ist, so gibt es auch bei uns erst nach der zweiten Qualifikationsrunde Gewissheit», sagt Bundestrainer Reiner Kießler. Seinen Platz bei den Weltcups sicher hat nach dem Osterwochenende bereits der zweimalige Kajak-Einer-Weltmeister Max Hoff.
Bei den Kajak-Frauen liegen Tina Dietze (Leipzig) und Franziska Weber (Potsdam) bestens. Auch die viermalige Olympiasiegerin Katrin Wagner-Augustin hat nach ihrer Babypause gute Chancen. Weltmeisterin Nicole Reinhardt (Lampertheim) dagegen fehlt in Duisburg krankheitsbedingt - ihre Olympia-Chancen schrumpfen damit gewaltig.