Gerd Schönfelder freut sich über die Goldmedaille bei der Abfahrt
Mit jugendlicher Power und dem Können der Routiniers wurde die Edelmetall-Sammlung kräftig angereichert: Gold, Silber, zweimal Bronze - die Alpin-Asse Gerd Schönfelder, Martin Braxenthaler, Andrea Rothfuß und Anna Schaffelhuber sorgten für helle Begeisterung. Quade zog eine erfreuliche Zwischenbilanz im Vergleich zu Turin: "Wir haben schon jetzt ein besseres Ergebnis als 2006." Seinerzeit hatte es hinter Russland (13-13-7) acht erste, fünf zweite und fünf dritte Plätze gegeben.
Die deutschen Alpinen fuhren auf der Piste "Franz's Run" wie die Teufel, allen voran Schönfelder. Der "Stier von Kulmain" machte nach seinen Triumphen in Abfahrt und Riesenslalom mit dem Sieg im Super-G sein goldenes Triple perfekt. Der 39-Jährige holte mit dem 15. Paralympics-Sieg seine insgesamt 21. Medaille und überflügelte den nordischen Skiläufer Frank Höfle (Isny) als erfolgreichsten deutschen Paralympics-Starter um eine Plakette. "Das ist schön, aber das war nicht unbedingt mein Ziel. Ich wollte gut Ski fahren, ich wollte Spaß haben und aggressiv Ski fahren", sagte Schönfelder bescheiden.
Martin Braxenthaler aus Surberg, Andrea Rothfuß (Mitteltal) und die 17 Jahre alte Überraschungsdritte Anna Schaffelhuber aus Bayerbach schraubten die exzellente Alpin-Bilanz auf fünfmal Gold sowie je viermal Silber und Bronze. "Ganz stark", befand Quade. Dass die 20-jährige Andrea Rothfuß in der Stehend-Klasse Dritte wurde, machte den deutschen Chef de Mission besonders stolz: "Viertes Rennen, vierte Medaille - das ist Weltklasse."