Zweieinhalb Jahre nach der Strafe gegen den Olympia-Zweiten Lars Conrad hat der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) die 1500-Euro-Sanktion gegen den damaligen Aktivensprecher der Nationalmannschaft zurückgenommen.
Lars Conrad freut sich bei den deutschen Meisterschaften 2008 über seine Leistung.
«Beide Seiten haben sich geeinigt, dass das Verfahren erledigt ist», sagte Conrads Anwalt Rainer Cherkeh der Deutschen Presse-Agentur dpa. Der DSV werde die Kosten des Verfahrens übernehmen. Der Schwimmverband folgte damit einem von seinem Schiedsgericht im vorigen Monat unterbreiteten Vorschlag.
Lars Conrad aus Hannover hatte vor der WM 2007 in Melbourne öffentliche Kritik an den Schwimmanzügen des DSV-Ausrüsters (adidas) geübt. Der Verband belegte ihn daraufhin am 1. August 2007 mit einer Geldbuße, zwei Wochen später klagte Conrad dagegen.
Für das DSV-Schiedsgericht sei es «nicht ganz nachvollziehbar» gewesen, warum Conrad mit einer Strafmaßnahme belegt wurde, andere Aktive, die sich ebenfalls negativ über die verwendeten Schwimmanzüge geäußert hätten, dagegen nicht. Der dreimalige Olympia-Starter habe die Aussagen schließlich auch im Namen seiner Nationalmannschafts-Kollegen gemacht, erläuterte Anwalt Cherkeh.
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