Die deutschen Wasserspringer haben beim Heim-Auftritt in Rostock in den Synchron-Wettbewerben Gegner und Nerven im Griff. Patrick Hausding und Sascha Klein sorgten vom Turm für den zweiten deutschen Sieg beim 57. Internationalen Springertag.
Patrick Hausding (l) und Sascha Klein ließen in Rostock die Konkurrenz hinter sich. Foto: Bernd Thissen
Die Vize-Weltmeister und Olympia-Zweiten lagen nach erfolgreichem Protest mit 428,61 Punkten vor den Ukrainern Olexandr Bondar/Olexandr Gorschkowozow (421,83). Rang drei ging an die Chinesen Chen Aisen und Zheng Zhigun (405,78), die für einen ihrer Pflichtsprünge zweimal die Traumnote Zehn erhielten.
Hausding/Klein durften ihren zunächst verpatzten dreieinhalbfachen Salto rückwärts wiederholen, da sie ein Handyklingeln unmittelbar vor dem Absprung irritiert hatte. «Das zeigt, dass sie ziemlich ausgebufft und abgewichst sind. Bei Olympischen Spielen geht so ein Protest nicht durch», sagte Bundestrainer Lutz Buschkow grinsend. Im zweiten Versuch gaben die Kampfrichter etwa 20 Punkte mehr, das reichte für den Sieg.
«Das Klingeln hat mich schon gestört, da hab ich gedacht, probier' es einfach», sagte Hausding, der zuvor gemeinsam mit Stephan Feck den Synchron-Wettbewerb vom Drei-Meter-Brett gewonnen hatte. Mit 427,50 Punkten lagen die WM-Fünften aus Berlin und Leipzig vor den ukrainischen Olympia-Dritten Illja Kwascha/Olexej Prigorow (415,89). Dritte wurden Klein und Pavlo Rozenberg (beide Riesa/408,96).
Nora Subschinski belegte vom Drei-Meter-Brett Platz drei. Mit 320,55 Punkten lag die Berlinerin hinter der WM-Dritten Jennifer Abel (Kanada/353,40) und der Chinesin Wang Han (350,25). Katja Dieckow und Uschi Freitag waren im Vorkampf gescheitert. «Der Wettkampf hat gezeigt, dass ich gut drauf bin, auch wenn der Abstand nach vorne nicht ganz so gering war wie gehofft», sagte Subschinski.
Am Sonntag stehen im Neptunschwimmbad die Einzel-Konkurrenzen vom Turm an. Der WM-Dritte Klein pausiert, so soll neben Hausding auch Nachwuchskraft Martin Wolfram (Dresden) Australiens Olympiasieger Matthew Mitcham Konkurrenz machen. Klein wird für den Weltcup in London (20. bis 26. Februar) geschont. Bei der Olympia-Generalprobe im Aquatics Center sollen zu den sechs bereits feststehenden weitere sechs deutsche Quotenplätze ersprungen werden.
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