Während Hambüchen eine individuelle Olympia-Vorbereitung bestreitet und auch auf die EM verzichtet, plagen Boy vor dem Länderkampf gegen Frankreich und Spanien weiter Sorgen mit dem entzündeten Schlüsselbein.
«Die Verletzung ist in den vergangenen Wochen nicht schlimmer geworden, aber die Probleme sind noch nicht beseitigt», sagte der Cottbuser Heimtrainer Karsten Oelsch. Für Cheftrainer Andreas Hirsch ist es wichtiger, dass Boy «die verletzungsbedingten Rückstände im Training kompensiert, als sich im Wettkampf vorzustellen.»
Für den 9. Mai hat der Cheftrainer in Kienbaum eine interne EM-Qualifikation angesetzt. «Nach dem jetzigen Stand wird Philipp dort teilnehmen und auch die EM ansteuern», bestätigte Oelsch. Er weiß aber auch, dass Boy bei den europäischen Titelkämpfen in Montpellier vom 23. bis 27. Mai noch nicht in Topform sein kann.
Da sich auch Matthias Fahrig beim National Team Cup nicht für den Länderkampf empfahl, wird die deutsche Riege neben den WM-Startern Marcel Nguyen, Sebastian Krimmer und Thomas Taranu durch Andreas Toba, Helge Liebrich und Altmeister Eugen Spiridonov ergänzt. «Insgesamt kommen derzeit zehn Turner für die fünf Olympia-Plätze infrage. Es ist an jedem selbst, die Chance zu nutzen», sagte Hirsch.