Der europäische Leichtathletik-Verband EAA hat dem Weltverband IAAF vorgeworfen, über seine finanziellen Verhältnisse zu leben und eine mangelnde Fernsehpräsenz der Sportart zu riskieren.
Das berichtete die «Frankfurter Allgemeine Zeitung». Die Europäer hätten die IAAF bei ihrer Council-Sitzung in Prag aufgefordert, ihr Budget auszugleichen und zu garantieren, dass alle großen Leichtathletik-Veranstaltungen auch in Zukunft im frei empfangbaren Fernsehen zu sehen sind.
Hintergrund dieser Kritik ist, dass der Weltverband mit seinem Versuch gescheitert ist, die Senderechte an seinen Meisterschaften bis 2013 komplett an die Dachorganisation der öffentlich-rechtlichen Sender in Europa (EBU) zu verkaufen. Die EAA befürchtet nun, dass Leichtathletik-Übertragungen bald im Pay-TV landen könnten und dass das öffentliche Interesse an der Sportart dadurch weiter nachlässt. Die IAAF hat mittlerweile die schwedische Agentur IEC damit beauftragt, ihre Fernsehrechte zu vermarkten. Und die besitzt die Erlaubnis, die Rechte auch an Pay-TV-Sender zu verkaufen.
Die FAZ berichtete, dass die IAAF ungeachtet des nachlassenden Zuschauer-Interesses seit Jahren mehr Geld ausgibt als einnimmt. Davor hätte der europäische Verband in Prag ausdrücklich gewarnt.
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