Die kenianischen Männer bleiben die Könige von Chicago. Sieger Evans Cheruiyot (2:06:25 Stunden) und seine zweit- und drittplatzierten Landsleute David Mandago und Timothy Cherigat sorgten beim 31. Chicago-Marathon für einen Dreifach-Triumph.
Evans Cheruiyot hat den großen Chicago-Marathon gewonnen.
Gleichzeitig war es der sechste kenianische Sieg nacheinander auf der Michigan-Avenue. Bei den Frauen rannten die Russinnen Lydia Grigorjewa (2:27:17 Stunden) und Alewtina Biktimirowa zum Doppelerfolg beim nach New York und London drittgrößten Marathon der Welt. Cheruiyot und Grigorjewa erhielten für ihre Erfolge jeweils 100 000 Dollar (73 800 Euro).
Ein Jahr nach dem Hitzerekord-Rennen, das bei Temperaturen von 31 Grad nach vier Stunden abgebrochen wurde, bei dem ein Mann ums Leben kam und rund 10 000 eingeschriebene Läufer freiwillig auf einen Start verzichtet hatten, waren die Bedingungen in «Windy City» mit 22 Grad erneut alles andere als ideal. Wieder kamen die Kenianer mit den Bedingungen am besten klar und belegten bei Halbzeit des Rennens die ersten 13 Plätze. Nach 30 Kilometern hatten dann Cheruiyot und der Sieger des diesjährigen Hamburg-Marathons, Mandago, einen Vorsprung von 21 Sekunden herausgelaufen. Wenige Kilometer vor dem Ziel verschärfte Cheruiyot erneut das Tempo und lief überlegen zum Sieg.
Er ersparte damit Zuschauern und Organisatoren ein Foto-Finish wie 2007. Damals hatte sich Patrick Ivuti in einem spektakulären Schluss- Sprint mit 5/100 vor dem zweimaligen Marathon-Weltmeister Jaouad Gharib aus Marokko durchgesetzt und für die knappste Entscheidung in der Marathon-Geschichte gesorgt.
Bei den Frauen gab es mit Grigorjewa ebenfalls eine klare Siegerin. Die 34-Jährige lief die letzten zehn Kilometer ein einsames Rennen und distanzierte die Konkurrenz deutlich.
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