Mit der Jahresweltbestleistung von 2,06 Meter hat die Weltmeisterin Anna Tschitscherowa für das Glanzlicht beim 36. Hochsprung mit Musik in Arnstadt gesorgt.
Raul Spank übersprang 2,27 Meter und wurde Vierter. Foto: Bernd Thissen
Die Russin blieb damit nur zwei Zentimeter unter dem Hallen-Weltrekord und verwies mit der zweitbesten je in Arnstadt gesprungenen Höhe ihre Team-Kollegin Irina Gordejewa sowie die belgische Peking-Olympiasiegerin Tia Hellebaut auf die weiteren Plätze. Beide meisterten 1,97 m. Bei den Männern gewann der WM-Zweite Alexej Dmitrik vor Iwan Uchow (beide Russland) und dem Griechen Konstantinos Baniotis, die alle 2,30 m übersprangen. Vierter wurde mit 2,27 m der Dresdner Raul Spank.
Im Frauenfeld landete Ariane Friedrich mit 1,85 m auf dem neunten und letzten Platz. Die Frankfurterin schied im Neunerfeld als Erste aus, überwand aber schnell ihre Enttäuschung. «Es läuft nach der Verletzung und 16-monatigen Wettkampfpause technisch noch nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich muss nun in den sauren Apfel beißen und mit Höhen zufrieden sein, die ich mir nicht erhofft hatte», sagte sie. «Ich hoffe, die deutschen Meisterschaften in Karlsruhe machen mir mehr Spaß. Ich trainiere auf ähnlich harten Boden, wie wir ihn in Karlsruhe vorfinden werden», bemerkte die WM-Dritte von 2009.
An eine Veränderung ihres «Winterfahrplans» denkt sie aber ebenso wenig wie Trainer Günter Eisinger. «So seltsam es bei einer Athletin klingen mag, die zwei Meter einst sicher im Griff hatte: 'Ari' muss das Springen im Wettkampf erst wieder lernen. Deshalb haben wir die Hallensaison ja in Angriff genommen. Sonst würde uns die Zeit bis London zu knapp werden», schätzte Eisinger ein.
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