Kaum gehoben, gibt es auch schon Ärger. Spaniens Regierung will etwas von der fetten Beute abhaben, droht, "mit aller Härte" gegen Odyssey vorzugehen. Die Spanier glauben, dass die Fracht aus einer der Hunderten spanischen Galeonen stammen könnte, die auf dem Grund der Weltmeere liegen. Nur: Die Schatzsucher verraten bisher nichts - weder die Fundstelle noch den Ort, wohin der Schatz gebracht wurde. Nicht einmal den Namen des Schiffes.
"Höchst verdächtig" sei das, grollt Spaniens Kulturministerin Carmen Calvo. Die spanischen Zeitungen überschlagen sich vor Spott und Spekulationen. Es gehe doch nicht an, dass "ein Unternehmen, dessen Technik es mit derjenigen der Nasa aufnehmen kann", nicht in der Lage sei, den Fundort zu bestimmen! "El Mundo" will ein entscheidendes Indiz gefunden haben: Angeblich beweisen Satellitendaten, dass die Odyssey-Schiffe in den vergangenen drei Monaten nur rund 18 Kilometer vor dem südspanischen Cádiz im Einsatz waren.
Die Antwort Odysseys kam prompt. Mit der spanischen Regierung habe man doch immer ein "herzliches Verhältnis" gepflegt, hieß es aus Florida. Aber in den letzten Tagen seien viele Berichte in spanischen Medien gewesen, die "absolut keinen Bezug zur Realität" hätten.