Der US-Investor Guggenheim will der Deutschen Bank nur noch einen Teil ihrer Vermögensverwaltungssparte abkaufen. Die exklusiven Verhandlungen mit Guggenheim Partners beschränkten sich nun auf den Immobilien- und Infrastrukturfonds-Anbieter RREEF, teilte die Deutsche Bank am Freitag mit.
Mehr zu: Deutsche Bank, Guggenheim
Das Interesse verloren hat die Investmentfirma aus New York dagegen offenbar an der Vermögensverwaltung für Versicherungen (Deutsche Insurance Asset Management) und anderen institutionelle Kunden (DB Advisors). Auch das US-Geschäft der Publikumsfondsgesellschaft DWS, das nie so richtig in Schwung gekommen ist, bekommt die Deutsche Bank an Guggenheim nicht los. Was daraus wird, ließ die Bank offen. "Die Deutsche Bank wird diese Bereiche weiter überprüfen", hieß es nur.
Die Deutsche Bank hatte die Vermögensverwaltung - bis auf das Europa- und Asien-Geschäft der DWS - im November zum Verkauf gestellt. Sie ist das Sorgenkind der Bank, da sie trotz mehrerer Umbaumaßnahmen nicht die gewünschten Erträge abwirft. Der Preis dafür war zuletzt auf 1,5 bis 1,6 Mrd. Euro geschätzt worden. Der zum Monatsende scheidende Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hatte die Transaktion eigentlich noch während seiner Amtszeit abschließen wollen.