In einer ersten Stellungnahme beteuerten Funk und Zwickel ihre Unschuld. "Zu keinem Zeitpunkt habe ich eine Straftat der Untreue gesehen, erkannt oder erlebt - weder objektiv noch subjektiv", sagte Funk. Zugleich wies er darauf hin, dass Anerkennungsprämien bei
Mannesmann schon früher gewährt worden und ein "Stück Unternehmenskultur" seien. Nachfragen ließ Funk trotz Drängen des Gerichts nicht zu.
Kein Geschenk an Esser
Zwickel bekräftigte, dass er sich in strafrechtlicher Hinsicht nichts habe zu Schulden kommen lassen. Die Übernahme von Mannesmann sei zudem für alle Beteiligten nicht zum Nachteil gewesen. "Ein Geschenk ist die Zahlung an Dr. Esser nie gewesen", sagte Zwickel.
Im Blitzlichtgewitter und vor vielen laufenden Kameras waren die Angeklagten am Morgen im Gericht eingetroffen. Ackermann betrat das Gebäude durch einen Seiteneingang. Der Topmanager achtete diesmal peinlichst darauf, in der Öffentlichkeit keine falschen Signale zu
setzen. Beim ersten Mannesmann-Prozess hatte er durch ein Victory-Zeichen für einen Eklat gesorgt. Damals waren die Angeklagten freigesprochen worden.