Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Hypo Alpe-Adria-Bank Wolfgang Kulterer
Die vier Alteigentümer - das Land Kärnten, eine Tochter der Versicherung Grazer Wechselseitige, der Investor Tilo Berlin und die Hypo-Mitarbeiterstiftung - wollen jedoch nicht zahlen. Nun haben sie die ihnen vom Staat gesetzte Zahlungsfrist verstreichen lassen.
Als Begründung führen sie österreichischen Medien zufolge an, dass die Dokumente über den Verkauf der Hypo Consultants nicht mehr vorlägen. Deshalb könnten auch die Rückzahlungsansprüche nicht überprüft werden, weswegen man auch nicht zahlen werde. Über das weitere Vorgehen wollten sich Regierungsvertreter nicht äußern. Als wahrscheinlich gilt jedoch eine Klage gegen die ehemaligen Eigentümer.
Josef Martinz, Aufsichtsratsvorsitzender der für die Beteiligungen des Landes Kärnten verantwortlichen Holding, hatte das Ansinnen der Behörden bereits vorher als "feindlichen Akt gegenüber dem Land Kärnten" bezeichnet. Man werde auch prüfen, ob man nicht die Bank wechseln werde. "In Kärnten gibt es ausreichend andere, höchst qualifizierte Geldinstitute", sagt Martinz.