Der US-Wohnimmobilienkonzern Archstone will an die Börse gehen. Die Nachfolgefirma der zusammengebrochenen US-Investmentbank Lehman Brohters stellte am Freitag einen Antrag auf Notierung an der New York Stock Exchange und peilt dabei einen Erlös bis zu 100 Mio. Dollar an. Das geht einer Pflichtmitteilung an die Börsenaufsicht SEC hervor.
Archstone ist einer der größten Vermieter der USA mit mehr als 59.400 Einheiten. Die Appartementanlagen stehen bevorzugt in Ballungsräumen wie New York City, San Francisco oder Washington, D.C. Lehman hatte die Immobilienfirma 2007 zusammen mit einem Partner für 22,2 Mrd. Dollar übernommen.
Zu den Konsortialführern zählten die US-Banken Citigroup und JP Morgan . Der vorläufige Börsenprospekt ließ offen, wie viele Aktien das Unternehmen ausgeben will. Ein Verkaufspreis für die Dividendenpapiere wurde nicht genannt. Archstone will die Einnahmen an Gläubiger zurückzahlen.
Die in der Mitteilung genannte Summe von 100 Mio. Dollar dient zur Berechnung der Gebühren für den IPO (Initial public offering). Das endgültige Emissionsvolumen kann auch höher ausfallen. Die Nachfolgerin der Pleitebank Lehman Brothers hatte im Mai für 1,6 Mrd. Dollar von der Bank of America und dem britischen Institut Barclays die volle Kontrolle über Archstone übernommen.
mit dpa und Reuters