Der Frühling hat die Wall Street erreicht: Nach einem desaströsen Jahr 2008 arbeiten die Banken New Yorks nach eigener Auskunft wieder profitabel. JP Morgan und
Citigroup teilten bereits vor mehreren Wochen mit, in den ersten beiden Monaten des Jahres wieder schwarze Zahlen geschrieben zu haben.
JP Morgan Chase meldete am Donnerstag Quartalsdaten, die die ohnehin hohen Erwartungen sogar noch übertrafen. Die zweitgrößte Bank der USA erwirtschaftete im abgelaufenen Quartal einen Nettogewinn von 2,14 Mrd. $ gemeldet. Das sind zwar zehn Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, aber mehr als von Analysten durchschnittlich erwartet. Der Gewinn entspricht 40 Cent je Aktie, die Expertenerwartungen lagen im Mittel bei 32 Cent
Die Bank sieht sich auch bei einer anhaltenden Krise gut gerüstet, teilte sie in New York mit. Zu dem Gewinn trugen vor allem Erlöse aus dem Investmentbanking bei. Probleme habe es dagegen im Geschäft mit Privatkunden gegeben. Die Aktie wurde vorbörslich zeitweise mehr als drei Prozent höher gehandelt, rutschte dann allerdings ins Minus. Der S&P-Future deutete mit einem negativen Vorzeichen einen schwachen Start an der Wall Street an. Am Mittwoch war die JP-Morgan-Aktie in Erwartung guter Zahlen um 6,1 Prozent gestiegen.
Dan Haus, Analyst beim New Yorker Brokerhaus Miller Tabak, sagte in einer ersten Reaktion: "JP Morgan ist eine der gesündesten Banken im Land. Ihre Ergebnisse werden zum Maßstab, wie wir eine gesunde Bank von einer kranken Bank unterscheiden können."