Der Chemieriese teilte am Mittwoch in Leverkusen mit, die Kreditlinie von sechs Mrd. Euro werde von der Banc of America Securities, der Deutschen Bank und J.P. Morgan bereitgestellt. Ein entsprechender Vertrag sei am Mittwoch abgeschlossen worden. Bayer hatte die Übernahme der Aventis-Pflanzenschutzsparte bereits im Oktober angekündigt. Bayer-Chef Manfred Schneider bezifferte die Kosten der Übernahme damals auf 7,25 Mrd. Euro.
Die Kreditlinie diene zudem als Absicherung für die Aufnahme von kurzfristigen Geldmarktpapieren. Die Laufzeit dieser Geldmarktpapiere liegt nach Angaben einer Bayer-Sprecher zwischen einem Monat und einem halben Jahr. Da der Zeitpunkt für die Zahlung des Kaufpreises noch offen sei, könne Bayer nun in bar oder mit diesen Papieren zahlen, sagte die Sprecherin.
Im ersten Halbjahr 2002 soll den Angaben zufolge diese Brückenfinanzierung durch die Ausgabe einer großvolumigen Anleihe und die Aufnahme weiterer Geldmarktpapiere abgelöst werden. Auch diese Anleiheemission werde von den drei Banken geführt, mit denen der CropScience-Kredit vereinbart worden sei. Die mit der Finanzierung verbundene dauerhafte Erhöhung des Volumens an ausstehenden Geldmarktpapieren werde im zweiten Quartal 2002 durch die Kreditlinie eines Bankensyndikats hinterlegt werden, kündigte Bayer an.
Durch die Übernahme würde der Leverkusener Konzern zum weltweit zweitgrößten Hersteller von Pflanzenschutzmitteln nach dem schweizerischen Agrochemiekonzern Syngenta aufsteigen. Anfang Dezember hatte die EU-Kommission mitgeteilt, die Übernahme genau prüfen zu wollen. Bayer rechnet nach früheren Angaben damit, CropScience noch im ersten Quartal 2002 konsolidieren zu können.