Doch immerhin: Der 63-Jährige hat die Bank durch die Finanzkrise geführt, ohne direkte Staatshilfe anzunehmen. Anders als viele Wettbewerber, allen voran die Landesbanken in Deutschland. Davon gebührt Ackermann Anerkennung, die ihm mitunter verwehrt blieb. Was aber auch an der Art lag, wie er seinen Triumph zelebrierte. Schämen würde er sich, wenn er Staatshilfe annehmen müsste, hatte er gesagt. Das wirkte nicht souverän, sondern überheblich. Wieder einmal.
Gegen Ende seiner zehnjährigen Amtszeit hat Ackermann das Haus noch einmal strategisch neu positioniert. Mit der Übernahme von Sal. Oppenheim und der Postbank stärkt er das Privatkundengeschäft, das lange nur ein Nebenerwerb zu sein schien, an dem die Bank noch aus Tradition festhielt. Ackermann hat erkannt, dass die Zeiten hoher Renditen im Investmentbanking vorbei sein dürften. Das Privatkundengeschäft stabilisiert die Gewinne, die Bank erhält gleichzeitig günstige Spareinlagen, was ihre Abhängigkeit vom Kapitalmarkt senkt. Ein großer Vorteil gegenüber reinrassigen Investmentbanken.
Auch wenn der Konzernumbau noch nicht abgeschlossen ist: Ackermann hat die Weichen gestellt. Vollenden müssen den Weg seine Nachfolger: der bisherige Regionalvorstand Jürgen Fitschen und Investmentbank-Chef Anshu Jain. Kein leichtes Unterfangen. Sie müssen nicht nur beweisen, dass eine Doppelspitze die Bank genauso gut führen kann. Sie müssen auch gegen das Vorurteil ankämpfen, der neuen Aufgabe nicht gewachsen zu sein. Diesen Verdacht hat Ackermann in die Welt gesetzt, schließlich hätte er lieber den ehemaligen Bundesbankpräsidenten Axel Weber als seinen Nachfolger gesehen. Wenn nun der Schweizer im Mai die Bank auch verlässt: Sein Tun wirkt noch lange nach.
Denn Ackermann kann sich nachhaltige strategische Erfolge auf die Fahnen schreiben. Dass der Schweizer die Bank zu einem Global Player gemacht hat, heißt natürlich nicht, dass seine Gegner Frieden mit ihm machen. Ackermann wird auch nach seinem Abgang umstritten bleiben. Wenn ihm die Deutsche Bank eines Tages vor ihrer Zentrale in Frankfurt ein Denkmal errichtet, werden die einen Blumen hinlegen - und die anderen darauf spucken.
Ackermann verlangte von anshu jain weiterhin investmentbanking ohne skrupel und unseriös bis zum anschlag zu praktizieren. Diese zeilsetzung konnte selbst dieser fähige inder nicht mehr umsetzen. Nun ist A an seiner eigenen zielsetzung gescheitert—wir alle können nur froh darüber sein ! An Turboinvestments mit kriminellen derivaten sind schon lehmanbrothers gescheitert, aber die zeche mussten wir alle bezahlen. Also kehrt endlich zum boden des soliden bankings zurück: investiert in projekte, die real die wirtschaft boomen lassen und vergesst virtuelle hypergewinnmargen….25% rendite…sowas kann nur ein krankes gehirn gut finden…..tschüss mister A (und noch was: auch leo kirch fand die kriminellen methoden von mister A zum Kotzen….)