Bei dem Kunstwerk von Karin Sander handelt es sich demnach um eine "translinguistische Skulptur", die aus einer Liste von Wörter besteht, die die mehr als 200 Sprachen repräsentieren, die in New York gesprochen werden. Das Ganze soll in etwa aussehen wie der Kurszettel in einer Zeitung.
Wie die Financial Times berichtet, sind die Mitarbeiter in der Frankfurter Konzernzentrale verärgert. Die Deutsche Bank will mehr als zwei Mrd. Euro und 14.000 Arbeitsplätze einsparen. Die Zeitung zitiert einen Banker mit den Worten: "Das Timing ist furchtbar. Geld zum Rausschmeißen haben wir nicht."
Die Entscheidung für den Kauf des Kunstwerks ist demnach schon vor zwei Jahren gefallen, als der damalige Vorstandssprecher Rolf Breuer noch verantwortlich für das Kunst-Sponsoring war. Die Bank will sich demnach auch an einem Projekt des Künstlers Tobias Rehberger beteiligen. Er will im Januar in einer europäischen Stadt Wasser über ein Haus schütten. Das Wasser soll zunächst zu Eis gefrieren und dann wieder schmelzen. "Das wird eine Skulptur, die sich jeden Tag verändert", sagte eine Sprecherin der Abteilung Kultursponsoring. Wie andere Projekte wird dieses jetzt aber noch einmal überprüft.
Der Deutschen Bank gehören etwa 50.000 Kunstwerke - siehe auch www.deutsche-bank-kunst.com. Zu der Skulptur von Karin Sander gibt es weitere Informationen unter www.moment-art.com