Offen für andere BlickwinkelFür Rampl sprach wohl auch, dass er für einen Banker seiner Generation früh gelernt hat, sein Metier aus fremden Perspektiven zu sehen - und nicht durch eine lange Karriere im gleichen Haus betriebsblind zu werden. Zwar absolvierte Rampl bereits seine Lehre bei der Bayerischen Vereinsbank. Aber dann ging er für zwei Jahre ins Ausland, zur Société de Banque Suisse in Genf.
Danach kehrte er zur Vereinsbank zurück, bei der er verschiedene Stationen in Düsseldorf, Frankfurt und New York durchlief. 1983 wechselte er zur Frankfurter BHF-Bank, bei der er unter anderem in New York das Nordamerika-Geschäft leitete. Doch immer wieder lockte den gebürtigen Münchner die Heimat. Im November 1994 übernahm Rampl die Leitung des Regionalbereichs München bei der Bayerischen Vereinsbank. 1995 rückte er hier in den Vorstand auf.
Nach der Fusion des Instituts mit der Hypobank ordnete Rampl bei der HypoVereinsbank das Firmenkundengeschäft neu. Genau an dieser Stelle liegen die Schwierigkeiten, die die Bank heute plagen, nämlich die drohende Flut von Kreditausfällen bei den finanzierten Unternehmen. So ist der Sanierer Rampl zu einem Gutteil für die Probleme verantwortlich, die er nun lösen soll.