Der Gewinn nach Steuern sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 16 Prozent auf 512 Mio. Euro, teilte die drittgrößte deutsche Bank am Donnerstag in Frankfurt mit. Der Vorsteuergewinn sank auf 171 Mio. Euro nach 616 Mio. Euro im Vorjahr. Das Handelsergebnis brach um mehr als die Hälfte von 750 auf 335 Mio. Euro ein.
Wie auch andere Großbanken musste die Dresdner Bank ihre Risikovorsorge von 567 Mio. Euro auf 1,05 Mrd. Euro deutlich aufstocken. Die höheren Vorsorgen seien unter anderem wegen der steigenden Zahl von Insolvenzen und der Krise in Lateinamerika notwendig geworden, hieß es. Vorstandschef Bernd Fahrholz zeigte sich aber überzeugt, dass mit dem ausgeweiteten Sparprogramm die Ertragswende geschafft werden könne. Einen Zeitpunkt nannte er jedoch nicht.
Ende Juli hatte das Frankfurter Kreditinstitut eine Ausweitung seines bereits bestehenden Sparprogramms bekannt gegeben. Die Bank will 2 Mrd. Euro einsparen. "Wir sind überzeugt, dass wir mit dem zusätzlichen Maßnahmenpaket den Turnaround schaffen und unsere Profitabilität im operativen Bereich wiedergewinnen werden", sagte der Vorstandsvorsitzende Fahrholz. Die Allianz hatte am Vortag ihren Ergebniseinbruch unter anderem mit der Schwäche ihrer Tochtergesellschaft erklärt.