11:55 Der Deutsche-Bank-Chef und einer seiner beiden designierten Nachfolger, Anshu Jain, dementieren Berichte über ein Zerwürfnis. "Joe and I have a very close working relationship", sagt der gebürtige Inder Jain, zu deutsch: "Joe und ich stehen in einer sehr engen Arbeitsbeziehung." Auch Ackermann lobt Jain - bestätigt dabei allerdings indirekt, dass er sich zeitweise einen anderen Nachfolger gewünscht hätte: "Selbst in der Phase, wo man mir unterstellt hat, noch jemand anderen als CEO zu unterstützen, hätte Anshu Jain immer eine ganz prominente Rolle gespielt", sagt er.
11:40 Die Postbank steuerte 2011 mehr als 4 Mrd. Euro zu den Erträgen der Deutschen Bank von insgesamt 33 Mrd. Euro bei. Damit stand die vor einem Jahr mehrheitlich übernommene Tochtergesellschaft für 40 Prozent der Erträge im Privatkundengeschäft von gut 10 Mrd. Euro.
Ich hoffe, dass Portugal es schafft
11:25 Ackermann bestätigt, dass die europäischen Banken angeboten haben, auf 70 Prozent ihrer Forderungen an Athen zu verzichten. "Das ist natürlich eine attraktive Offerte für Griechenland." Der Deutsche-Bank-Chef ist Vorsitzender des internationalen Bankenverbands IIF, der mit Athen verhandelt. Die Ergebnisse der Gespräche sind allerdings weder für IIF-Mitglieder noch für andere Finanzinstitute wie Versicherungen oder Fondsgesellschaften verpflichtend.
Trotzdem rechnet Ackermann mit einer hohen Beteiligung an dem Schuldenerlass. Das würde auch Portugal nützen, sagt der Deutsche-Bank-Chef mit Blick auf den jüngsten Kurseinbruch portugiesischer Staatsanleihen. "Ich hoffe, dass Portugal es schafft. Je schneller wir Griechenland lösen, desto schneller wird das Problem der Ansteckung reduziert."
11:20 Ackermann ist zuversichtlich, trotz der verschärften EU-Eigenkapitalvorschriften ohne Kapitalerhöhung auszukommen. "Wenn nicht etwas ganz Schlimmes geschieht und wir einen großen Verlust haben, der uns dazu zwingt, kann ich das zu 100% ausschließen", sagt er.