Die größte französische Bank BNP Paribas hat den Gewinn im dritten Quartal auf 1,32 Mrd. Euro gesteigert und damit mehr als verdoppelt. Analysten hatten im Durchschnitt nur mit 1,18 Mrd. gerechnet.
Im Vorjahreszeitraum hatten Abschreibungen von knapp 2,3 Mrd. Euro auf griechische Staatsanleihen das Ergebnis der Bank schwer belastet. Auch bei den am Mittwoch vorgelegten Einnahmen lag der französische Marktführer trotz eines Rückgangs von 3,4 Prozent mit 9,69 Mrd. Euro über den Erwartungen.
Der Grund seien weniger Verluste in den Schuldenländern der Euro-Zone sowie ein starkes Handelsergebnis. BNP Paribas zählte zu den Banken, die im vergangenen Jahr unter Liquiditätsengpässen und Verlusten aus griechischen Staatsanleihen gelitten hatten.
Die Kernkapitalquote nach Basel-III-Vorgaben lag Ende September bei 9,5 Prozent und erreichte damit einen neuen Höchststand. Die von Jean-Laurent Bonnafe geleitete Bank weist damit einen höheren Eigenkapitalpuffer auf als Konkurrenten wie die Deutsche Bank .
Der Vorsteuergewinn im Investmentbanking legte um 7,3 Prozent auf 732 Mio. Euro zu, im Privatkundengeschäft verdiente das Institut mit 1,71 Mrd. Euro 8,8 Prozent mehr.
Die Bank plant, die Angebote für vermögende US-Kunden auszubauen. Zudem will sie in Asien in Unternehmensfinanzierung und Investmentbanking expandieren.
FTD, Bloomberg, Reuters, DPA