Nach Angaben von Siegfried Naser, dem Präsidenten des Sparkassenverbands Bayerns, planen die Sparkassen im Freistaat, dem Institut bis zu rund 320 Mio. Euro Eigenkapital zuzuschießen. "Wir werden im November eine Entscheidung treffen", sagte Naser der FTD.
Die EU-Kommission verlangt von der BayernLB wegen der nicht marktgerechten Verzinsung von landeseigenem Wohnungsbauvermögen, dass die Bank rund 320 Mio. Euro an Zinsvorteilen an den Freistaat Bayern zurückzahlt. Da Bayern der Bank das Geld als Eigenkapital zurückgeben will, würde damit der staatliche Anteil an dem Institut steigen. Die Sparkassen wollen dies mit der Kapitalspritze verhindern. Ihr Anteil an der BayernLB liegt derzeit bei 50 Prozent.
"Dazu würden wir der Bank mit echtem Stammkapital helfen", sagte Naser. Dieses wird von Rating-Agenturen besser bewertet als stille Einlagen. Finanziert werden könne die Geldspritze durch eine Umlage unter den bayerischen Sparkassen. "Aufbringen können wir so viel Geld problemlos - vorausgesetzt, es handelt sich um eine wirtschaftlich sinnvolle Entscheidung", so Naser.