Bei der Bank of America droht einem Medienbericht zufolge weiterer Stellenabbau. Konzernchef Brian Moynihan plant nach Informationen des "Wall Street Journal" bis 400 Arbeitsplätze im Investmentbanking, im Firmenkundengeschäft sowie in den Sparten Vertrieb und Handel zu kürzen. Durch den erwarteten Verkauf der Vermögensverwaltung in Europa, Asien und Lateinamerika würden zusätzlich 2000 Stellen wegfallen. Die Zeitung berief sich bei ihren Angaben auf eingeweihte Personen; die Bank selbst äußerte sich nicht.
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Die Bank of America ist einer der Verlierer der Finanzkrise. Sie hatte sich mit der Übernahme der Investmentbank Merrill Lynch und des einst größten US-Immobilienfinanzierers Countrywide überhoben. Anschließend musste der Finanzkoloss vom Staat gerettet werden. Bis heute hinkt die Bank of America der Konkurrenz hinterher. Um profitabler zu werden, sollen bereits 30.000 Leute im Privatkunden-Geschäft gehen.
Wenn sich die Informationen des "Wall Street Journal" bestätigen, träfe es nun auch die Spitzenverdiener der Bank mit Jahreseinkommen von mehreren hunderttausend Dollar. Gerade das früher so einträgliche Investmentbanking hatte zuletzt stark geschwankt. Im ersten Quartal verdiente die Bank of America unterm Strich vergleichsweise magere 328 Mio. Dollar, während die Rivalen JP Morgan Chase oder Citigroup auf 5,4 Mrd. beziehungsweise 2,9 Mrd. Dollar kamen.
Ende März arbeiteten bei der Bank of America noch 278.700 Menschen - das waren bereits 10.000 weniger als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Filialen fiel von 5805 auf 5651. Damit gehört der Finanzkonzern aus der Stadt Charlotte im Bundesstaat North Carolina immer noch zu den größten Banken des Landes. Auch bei den Konkurrenten von der New Yorker Finanzmeile Wall Street sind bereits Tausende Stellen weggefallen.