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Merken   Drucken   10.08.2012, 06:28 Schriftgröße: AAA

Finanzkrise: US-Regierung beendet Untersuchung gegen Goldman Sachs

Die Ermittler sehen keine Beweise dafür, dass die Bänker von Goldman ihre Kunden schlecht beraten und sich so auf ihre Kosten bereichert haben. Das US-Justizministerium verzichtet auf weitere Prüfungen.

Die US-Justiz lässt von Goldman Sachs  ab. Die US-Investmentbank muss wegen ihrer Geschäfte zu Zeiten der Finanzkrise keine Strafverfolgung fürchten. Während ein Senatsausschuss der Wall-Street-Größe im vergangenen Jahr krumme Hypotheken-Deals vorgehalten hatte, hieß es aus dem US-Justizministerium, dass es "keine brauchbare Basis gebe, strafrechtlich gegen Goldman Sachs oder die Mitarbeiter vorzugehen".

Die Mitteilung des Ministeriums vom späten Donnerstag, aus der US-Medien zitierten, ist ein großer Erfolg für Goldman Sachs. ie Bank stand lange im Zentrum der Kritik von US-Politikern, wenn es um die Verfehlungen und Auswüchse der Wall Street ging. Ein 639 Seiten langer Senatsbericht aus dem April 2011 war gespickt mit Vorwürfen, Goldman Sachs habe sich auf Kosten seiner eigenen Kunden bereichert. Die Autoren hatten das Justizministerium zu Ermittlungen gedrängt.

"Wir sind glücklich, dass diese Sache hinter uns liegt", erklärte Goldman Sachs. Der in der Sache federführende Senator Carl Levin hatte dem Geldhaus und seinem Chef Llyod Blankfein wiederholt "dreckige Geschäfte" unterstellt. Goldman habe seinen Klienten schrottreife Hypotheken-Papiere angedreht, während die Bank auf den Kollaps des Marktes gewettet habe, lautete der zentrale Vorwurf.

Ähnliche Vorwürfe hatte schon die US-Börsenaufsicht SEC vor gut zwei Jahren erhoben - und Goldman Sachs zur Zahlung von 550 Mio. Dollar verdonnert. Die Bank räumte damals ein, Investoren bei einem bestimmten Deal unzureichend informiert zu haben. Bei einem anderen Hypotheken-Geschäft hat die SEC ihre Nachforschungen dagegen vor wenigen Tagen ohne Ergebnis eingestellt, schrieb Goldman Sachs am Donnerstag im Quartalsbericht.

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  • dpa, 10.08.2012
    © 2012 Financial Times Deutschland
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