Nicht nur Banken und Börsen sind von der schwersten Finanzkrise seit 1928 schwer betroffen. Auch auf Unternehmen außerhalb des Finanzsektors und auf die weltweite Konjunktur hat das Desaster starke Auswirkungen.
Folgen der Finanzkrise:KKR tief in den roten Zahlen
Die Wertminderung von Aktien und Schuldtiteln macht dem Finanzinvestor zu schaffen: KKR muss einen Halbjahresverlust von über einer Milliarde Dollar hinnehmen. Dennoch lässt sich das Unternehmen in seinen Börsenplänen nicht beirren.
Die Finanzkrise hat die US-Beteiligungsfirma Kohlberg Kravis Roberts (KKR) tief in die Verlustzone gedrückt. Mit seinen Anlagen habe der Konzern im ersten Halbjahr einen Verlust von 1,1 Mrd. $ erlitten nach einem Beteiligungsgewinn von 3,4 Mio. im Vorjahreszeitraum, teilte KKR mit. Der Nettoverlust betrug 1,1 Mio. $ nach einem Gewinn von 667 Mio. $. "Der Mangel an Krediten hat große Übernahmen erheblich erschwert und zusammen mit der Wertminderung von Aktien und Schuldtiteln unser operatives Ergebnis belastet", teilte der Finanzinvestor mit.
Auch in Zukunft rechnet der Konzern, der in Deutschland unter anderem an der Sendergruppe Pro Sieben Sat1 und der Autowerkstattkette ATU beteiligt ist, aufgrund des schwierigen Marktumfeldes mit Problemen. KKR hatte Ende Juli angekündigt, bis Jahresende an die Börse zu gehen, um finanziell flexibler zu werden und seine Kapitalbasis zu stärken. Mit einem Umfang von voraussichtlich über 15 Mrd. $ dürfte es einer der größten Börsengänge 2008 weltweit werden.
Auch Konkurrent Blackstone hatte kürzlich einen Gewinneinbruch erlitten. Die Geschäfte der oft als Heuschrecken gebrandmarkten Finanzinvestoren läuft nicht mehr so gut wie während des Übernahmebooms von 2005 bis 2007. Heute sind attraktive Übernahmeziele rar und das Risiko höher.
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