Viele Häuser wurden zwangsversteigert - einige möglicherweise zu Unrecht
Im Zusammenhang mit Vorwürfen gegen die selbe Praxis haben
Bank of America ,
JP Morgan und Ally Financial, die ehemalige Finanzsparte des Autokonzerns General Motors, bereits Zwangsvollstreckungen ganz oder in einer Reihe von Staaten eingestellt. Die Staatsanwaltschaften von 50 Bundesstaaten ermitteln in einer gemeinsamen Aktion.
Notleidende Hypotheken sind ein Riesenproblem in den USA: Die Wirtschaftskrise und die damit einher gehende hohe Arbeitslosigkeit haben die Zahl derer in die Höhe schnellen lassen, die ihre Hypotheken nicht mehr bedienen können. Im September erreichte die Zahl der Zwangsvollstreckungen laut dem Datendienstleister RealtyTrac mit 102.134 Immobilien einen Rekord. Die Stopps von Zwangsvollstreckungen dürften die Zahl in den kommenden Monaten laut RealtyTrac schrumpfen lassen. Damit würden die Prozesse aber nur aufgeschoben. Der zwischenzeitliche Schwebezustand droht dem ohnehin kriselnden Markt aber weiter zu schaden - und damit der Konjunktur.
Die Folgen für die Banken sind unabsehbar. Sie haben die Kredite in ihren Bilanzen mit einem gewissen Restwert eingebucht, weil sie - etwa über Zwangsversteigerungen - noch Geld aus den Papieren eintreiben können. Derzeit fehlt aber offenbar ein rechtlich gangbarer Weg, eindeutig nachzuweisen, wer der Gläubiger einer einzelnen Hypothek ist, die sich in einem gebündelten Kreditpaket befindet.
JP-Morgan-Chef Jamie Dimon räumte am Mittwoch ein, einige Staatsanwaltschaften könnten die Banken mit Strafen belegen. Die Bank habe zwar einige Unzulänglichkeiten in den Abläufen identifiziert, sei sich aber sehr sicher, einwandfrei gehandelt zu haben.