Das Berliner Unternehmen hat die Entwicklung von 1800 in Deutschland zugelassenen Fonds untersucht, die seit mindestens drei Jahren angeboten werden. Danach haben nur 47 Prozent der Fonds ihren Investoren einen Wertzuwachs beschert.
Während andere Rating-Agenturen wie Feri Trust, Morningstar und Standard & Poor’s die Kursentwicklung der Fonds in der Regel mit standarisierten Benchmarks wie den MSCI-Indizes vergleichen, nimmt Scope die jeweilige Wertentwicklung des Fonds in den vergangenen drei Jahren zum Maßstab. Scope-Analystin Alexandra Merz sagte zur Begründung, es sei unsinnig, einen Fonds mit einer Benchmark zu vergleichen. Marktindizes seien immer statisch, oft willkürlich und deshalb meist zum Vergleich untauglich.
Bewertung in zwei Stufen
Scope hat die Fonds in zwei Stufen bewertet. Zunächst werden sie untereinander verglichen. Die besten erhalten ein "AAA", die schlechtesten ein "D". Daneben werden die Fonds in 40 "Zielmärkte" eingeteilt und den Konkurrenten gegenübergestellt. Die besten bekommen fünf Sterne, die schlechtesten gehen leer aus.
42 Fonds erhielten in beiden Kategorien die Topnote, darunter waren nur drei deutsche (DWS Italien, Lingohr Systemativ BB Invest, Lupus Alpha Smaller Euro Champions). Scope vertreibt seine Studien nach eigenen Angaben an 700 Kunden, darunter viele Banken.