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Merken   Drucken   19.01.2012, 18:13 Schriftgröße: AAA

Geschäftszahlen: Was von der BofA übrig bleibt

Die krisengeplagte Bank of America verdient wieder Geld. Doch das Investmentbanking läuft schlecht, die Finanzkrise lastet noch immer schwer auf dem Haus. Bankchef Moynihan will das Institut gesundschrumpfen. von Frank Bremser  Frankfurt und Kim Bode, New York
Nach langer Durststrecke hat das Kriseninstitut Bank of America  (BofA) 2011 wieder Geld verdient. Das Institut machte einen Gewinn von 1,4 Mrd. Dollar. Gerettet hat die Bank das vierte Quartal: Dort steht ein Plus von gut 2 Mrd. Dollar. Im Vorjahresquartal war es noch ein Minus von 1,2 Mrd. Dollar. Aber den Gewinn hat die Bank nur zu einem geringen Teil operativ verdient.
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  JP Morgan Chase 32,96 USD  [-0.67 -1,99%
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Denn die Summe enthält zum Beispiel einen Zufluss von 2,9 Mrd. Dollar durch den Verkauf von Anteilen an der China Construction Bank und noch einmal 1,2 Mrd. Dollar, die aus dem Tausch von Vorzugsaktien in Stammaktien entstanden. Zudem trennte sich das Geldhaus vom Kreditkartengeschäft in Kanada. Durch die vielen Verkäufe verlor das Haus den Titel Amerikas größte Bank nach Vermögenswerten an JP Morgan . Auch die Rückstellungen für faule Kredite sanken deutlich, im Vergleich zum Vorjahr von 5,13 Mrd. auf 2,93 Mrd. Dollar.
Ebenso wie die Konkurrenz leidet die Bank of America unter den Turbulenzen auf den internationalen Kapitalmärkten angesichts der Schuldenkrise. Wie JP Morgan, Citigroup  und Goldman Sachs  legte die Investmentbankingsparte ein schwaches Ergebnis vor. Sie verzeichnete im vierten Quartal einen Verlust von 443 Mio. Dollar, im dritten Quartal hatte es bereits ein Minus von 302 Mio. Dollar gegeben. Dies war der erste Quartalsverlust im Investmentbanking für das Haus seit der Übernahme von Merrill Lynch 2009. Bankchef Brian Moynihan hatte dem Handelschef Thomas Montag nach dem dritten Quartal noch Mut gemacht. Er sagte, dass es ja nicht allzu schwer sein dürfte, dieses Ergebnis zu verbessern.
Eine Verbesserung gab es hingegen im Privatkundengeschäft, in dem die Kreditnehmer ihre Raten wieder zuverlässiger zahlen. "Wir gehen stärker und effizienter ins Jahr 2012 hinein", sagte Moynihan am Donnerstag in New York.
Er ist dabei, die Bank gesund zu schrumpfen - die gegenteilige Geschäftspolitik zu dem, was sein Vorgänger Ken Lewis tat. Dessen Devise war anscheinend "größer, schneller, weiter", als er immer mehr Geschäftsteile zukaufte. Nun versucht Moynihan viele dieser Erblasten wieder loszuwerden, beziehungsweise schlägt sich mit den Folgen der Akquisitionen herum. Größte Last ist dabei sicherlich der Hypothekenfinanzierer Countrywide. Diesen übernahm die Bank of America im Juli 2008 - also zu einem Zeitpunkt, an dem sich das Platzen der Immobilienkrise schon abzeichnete.

Teil 2: Moynihan unter Druck

  • FTD.de, 19.01.2012
    © 2012 Financial Times Deutschland,
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