Das sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Donnerstag. Er bestätigte damit einen Bericht des "Manager Magazins". Wie das Magazin berichtet, untersuchen die Ermittlungsbehörden den Verkauf von Refugium-Aktienpaketen an institutionelle Investoren wie die Generali Gruppe oder die Nürnberger Versicherung zum Jahreswechsel 1998/99. Die Aktien sollen aus dem Besitz des Refugium- Gründers Paul Kostrewa stammen.
Lothar Mark, der damalige stellvertretende Aufsichtsrats-Chef des Altenheimbetreibers, soll Kostrewa zum Verkauf der Anteilscheine gedrängt haben, weil dieser Refugium mit verlustreichen Immobiliengeschäften in finanzielle Schwierigkeiten gebracht haben solle. Die Staatsanwälte vermuteten, dass Mark von den bevorstehenden Turbulenzen gewusst und diese Insider-Information beim Weiterverkauf der Aktien ausgenutzt habe soll, hieß es in dem Bericht weiter. Mark bestreitet die Vorwürfe. Die Gontard & Metallbank habe von der Transaktion nicht profitiert und den Deal lediglich abgewickelt.
Vor dem Bonner Landgericht läuft derzeit ein Verfahren gegen vier ehemalige Refugium-Vorstände. Refugium hatte den alten Vorstand, darunter Kostrewa, auf mehr als 12 Mio. DM Schadensersatz verklagt.