Eine Garantie des Finanzmarktstabilisierungsfonds (SoFFin) von bis zu 20 Mrd. Euro könne die
Hypo Real Estate(HRE) zur Absicherung kurzfristiger Schuldverschreibungen nutzen, teilte die Bank am Freitagabend in München mit. Die Bank war im Zuge der Finanzkrise in eine existenzielle Notlage geraten.
Die HRE müsse für die jetzt neu bewilligten Garantien 1,5 Prozent Zins pro Jahr zahlen und für den nicht in Anspruch genommenen Teil des Garantierahmens eine Provision von 0,1 Prozent. Die Gespräche über längerfristige, umfassende Maßnahmen zur Liquiditäts- und Kapitalunterstützung der Gruppe gingen weiter.
Es ist nicht das erste Mal, dass das Institut vom Steuerzahler gestützt wird: Bund und Kreditwirtschaft hatten die Hypo Real Estate im Oktober mit einem Hilfspaket von 50 Mrd. Euro vor dem Zusammenbruch gerettet.
Desaströses drittes Quartal
Der Münchner Immobilienfinanzierer hatte Mitte November für das dritte Quartal einen höheren Verlust gemeldet, als zuvor am Markt erwartet worden war. Die Bank führte das Minus von 3,1 Mrd. Euro auf Abschreibungen, die Lehman-Pleite und die Bankenkrise in Island zurück.
Für das vierte Quartal und das Jahr 2009 rechnet die Hypo Real Estate mit weiteren Belastungen. "Insgesamt bleibt das Marktumfeld schwierig. Die Kosten der 50-Mrd.-Euro-Liquiditätsfazilität und der Restrukturierung werden auch das Ergebnis des Jahres 2009 belasten", hatte das Unternehmen bei der Vorlage der Quartalsbilanz mitgeteilt.