Wie aus der am Dienstag vorgelegten Übersicht des Schätzerverbandes Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS) hervorgeht, wurden im September, Oktober und November pro Büro gerade noch 10,6 Objekte losgeschlagen nach 10,9 im Vorquartal.
Damit ist der Umschlag auf dem britischen Immobilienmarkt auf das niedrigste Niveau seit 1978 gefallen. Noch vor einem Jahr, als die Kreditkrise bereits in vollem Gang war, lag er um 55 Prozent höher.
Der Markt für private Immobilien kämpft gegen ein ganzes Bündel an Widrigkeiten. Zum einen fallen die Preise für Häuser und Wohnungen rapide - innerhalb der letzten zwölf Monaten sind es rund 16 Prozent gewesen. Das dämpft die Kauflust der Briten. Nach Schätzungen könnten die Preise noch um weitere 15 Prozent rutschen, bevor sich möglicherweise wieder ein Aufschwung abzeichnet.
Andererseits sind auch die Banken inzwischen äußerst vorsichtig, was die Vergabe von Hypothekenkrediten angeht. Derzeit ist es ihr Ziel, möglichst hohe Mittelbestände zur Refinanzierung des noch verbliebenen Geschäftes zu bilden. Die massiven Zinssenkungen der britischen Notenbank, die den Leitsatz innerhalb von zwei Monaten um vier Prozentpunkte gesenkt hat, werden denn auch nicht in vollem Umfang an die verbliebenen Kunden weitergereicht.