US-Behörden ermitteln einem Zeitungsbericht zufolge gegen die Münchener Hypovereinsbank (HVB) wegen möglicher Verstöße gegen die Iran-Sanktionen. Die "Financial Times" berichtete, die italienische HVB-Muttergesellschaft Unicredit habe die Untersuchungen gegen ihre deutsche Tochter HVB bestätigt.
Auch in einem Wertpapierprospekt und mehreren Geschäfts- und Zwischenberichten der vergangenen Jahre habe die Bank die Ermittlungen erwähnt, ohne allerdings die HVB als Ziel zu nennen. Am Sonntag betonten sowohl Unicredit als auch HVB, die deutsche Bank kooperiere mit den Behörden und untersuche von sich aus, inwieweit sie in der Vergangenheit die US-Sanktionsregeln eingehalten habe.
Die US-Behörden nehmen seit einigen Jahren zahlreiche internationale Großbanken wegen Verstößen gegen Sanktionen unter die Lupe. Darunter sind Finanzkreisen und Medienberichten zufolge auch Deutsche Bank und Commerzbank . Prominentester Fall in jüngster Zeit ist die britische Bank Standard Chartered , die sich vor wenigen Tagen gegen die Zahlung von 340 Mio. Dollar verglichen hat. In der Vergangenheit haben bereits andere Banken ähnliche Summen gezahlt.