Die Finanzmarktkrise hat der Dekabank stark zugesetzt. Das wirtschaftliche Ergebnis, die zentrale Gewinnkennziffer, ging um fast 70 Prozent auf 168 Mio. Euro zurück. Hauptgrund seien Wertberichtigungen auf Kredit- und Wertpapierprodukte von über 500 Mio. Euro gewesen, teilte die Fondsgesellschaft der Sparkassen am Mittwoch mit. Zudem kämpfte die Deka wie der Rest der Branche mit einem rückläufigen Neugeschäft bei Fonds.
Im laufenden Jahr solle der Gewinn wieder zulegen, sagte Deka-Chef Franz Waas. Allein im Januar habe die Deka Mittelzuflüsse von 2 Mrd. Euro verzeichnet. 2008 war der Absatz von Publikums- und Spezialfonds über 80 Prozent auf 1,9 Mrd. Euro zurückgegangen. In der gesamten Branche gab es dem Verband BVI zufolge bei Publikumsfonds - also Renten- und Geldmarktfonds, offenen Immobilienfonds und Aktienfonds - im vergangenen Jahr Mittelabflüsse in der Rekordhöhe von 27,8 Mrd. Euro.
Waas bestätigte, dass die Gespräche mit der WestLB über eine Teilübernahme des Düsseldorfer Instituts vorläufig gescheitert seien. "Das Thema Deka/WestLB ist im Moment ausgesetzt", sagte er. Ein offizielles Ende der Verhandlungen gebe es aber noch nicht. Zu Überlegungen zu einer Dreier-Fusion von Deka, WestLB und der Frankfurter Helaba sagte Waas nur, er werde sich "sinnvollen Lösungen" nicht versperren. Letztlich müssten aber die Eigner entscheiden.
Die Deka gehört je zur Hälfte den rund 440 Sparkassen sowie den Landesbanken. Die Eigner sollen trotz des Gewinnrückgangs 2008 eine Dividende von insgesamt mindestens 29 Mio. Euro erhalten.