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11.12.2011, 13:00
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Krisenverlierer:
Banken erwarten bescheidende Jahre
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2010 ddp
Die Bankenlandschaft verändert sich: Viele Häuser schrumpfen und fokussieren sich aufs Kerngeschäft. Der harte Wettbewerb nutzt den Kunden.
von Karsten Röbisch
Laut den Zahlen des Statistischen Bundesamts ist die Finanzkrise längst vorbei. Bundesweit 594.000 Bankfachleute listen die Datensammler für das vergangene Jahr auf. Das sind nicht nur 14.000 mehr als noch ein Jahr zuvor, die Zahl der angestellten Banker liegt sogar höher als 2007, als die Finanzkrise gerade begann.
Überwunden ist sie aber bis heute nicht, auch wenn die Daten der obersten Statistiker den Schluss zulassen. Sie erfassen vor allem die Tausenden von Angestellten in den Filialen, die derzeit sogar gestärkt werden - jetzt, da das Privatkundengeschäft für die Banken wieder so wichtig ist. Die Probleme vieler Institute und die Entlassungen spielen sich anderswo ab - in den Konzernzentralen in Frankfurt, München oder Düsseldorf.
Die Finanzkrise verändert die deutsche Finanzbranche in einem Maße, die über die Entwicklung in den vergangenen Jahrzehnten weit hinausgeht. Große Banken schließen sich zu noch größeren zusammen, einige Banken werden verstaatlicht, anderen droht sogar das Aus. Und während fast alle Geldhäuser damit beschäftigt sind, die Schäden zu beseitigen, die die Krise geschaffen hat und noch immer schafft, sind die nächsten Schwierigkeiten greifbar. Ab 2013 steigen die Eigenkapitalanforderungen schrittweise, und dies hat gravierende Auswirkungen auf die Geschäftsmodelle. "Der Finanzbranche steht ein unruhiges Jahrzehnt bevor", mahnt Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann.
Sehr deutlich fallen die bisherigen Einschnitte am Beispiel der WestLB auf. Die einst drittgrößte Landesbank musste in der Finanzkrise mit Milliarden Steuergeldern vor dem Zusammenbruch gerettet werden. Dafür forderte die EU-Kommission einen hohen Preis: Die WestLB wird bis Mitte 2012 zerschlagen, die bis dahin unverkäuflichen Teile wandern in die Erste Abwicklungsanstalt - die sogenannte Bad Bank. Bis zu 1800 der 4500 Arbeitsplätze könnten bei der Aufspaltung wegfallen.
Den größten öffentlichen Banken geht es kaum besser. Der LBBW und der HSH Nordbank bleibt die Zerschlagung zwar erspart, schrumpfen müssen sie auf Druck der EU aber auch. Während sie schon konkrete Vorgaben bekommen haben, wartet die BayernLB noch auf die Streichliste aus Brüssel. Aus freien Stücken trennen sich viele Banken bereits von Beteiligungen und Geschäftsfeldern, die vor allem im Ausland liegen. So stehen zum Beispiel bei der HSH Nordbank 900 der 3300 Stellen auf der Kippe, auch bei der BayernLB sind etliche Arbeitsplätze gefährdet.
Teil 2: Kräfteverhältnisse in Deutschland bleiben gleich
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FTD.de, 11.12.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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