Kursinformationen und Charts
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Euro
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1,2361 USD |
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S&P500
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1310,33 |
[-2.99] |
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An den Finanzmärkten wurde das Ergebnis kaum zur Kenntnis genommen. Die
amerikanischen Börsen waren zwar kurz vor Veröffentlichung der Ergebnisse etwas schwächer, legten aber wieder zu, als die Härteprüfung glimpflicher ausging als befürchtet. Auch der
Euro legte nur kurzfristig zu und gab dann seine Gewinne wieder fast vollständig ab. "Alle vergleichsweise großen Banken haben bestanden", zitiert die Nachrichtenagentur Reuters einen Analysten von KeyBanc Capital Markets. "Das hat die Märkte beruhigt." Die nächste Frage sei aber, ob die Prüfung wirklich hart genug gewesen sei.
Michael Symonds von Daiwa bezweifelt die Aussagekraft: "Mit nur acht Banken, die durchfallen, und einem Kapitalbedarf von 2,5 Mrd. Euro, ist dies keine Lösung, die Vertrauen wiederherstellt. Es hätten mehr Banken durchfallen müssen und es hätte ein höherer Kapitalbedarf festgestellt werden müssen."
Noch deutlicher wurde Pedro de Noronha, Managing Partner des in London ansässigen Hedge-Fonds Noster Capital: "Das war nichts mehr als eine PR-Übung. Der erste Stresstest war komplett nutzlos und dieser ist genauso nutzlos. Er hat mein vertrauen in die Regulierungsbehörden weiter gesenkt." Der Test habe vor allem wenig Bedeutung, weil der wirklich entscheidende Punkt, nämlich eine Staatspleite im Euro-Raum, nicht auf der Agenda gestanden habe.
Georg Grodzki, Leiter des Credit Research von Legal & General verwies darauf, dass die Ergebnisse im Rahmen der Erwartungen gelegen hätten. Sie seien aber nicht dazu geeignet, wieder Vertrauen in die Banken zu schaffen, die es am meisten bräuchten, zum Beispiel solche, die mit Refinanzierungsproblemen zu kämpfen hätten.