Deutsche Bank
Stationen eines Topbankers
Und wie in jedem Jahr sitzen auf den äußeren Plätzen die unwichtigeren Vorstände und Mitglieder des höchsten Entscheidungsgremiums in der Bank, wie etwa Kevin Parker, der Chef der Fondsverwaltung. Er blickt wie schon im Vorjahr versteinert in den Raum, ganz so, als ginge ihn das Ganze nicht mehr viel an. Und wahrscheinlich ist es diesmal auch so.
Ackermann verliert keine Zeit, im Eiltempo fegt er durch die Präsentation. Er betont die Erfolge, die die Bank trotz der schwierigen Marktphase erreicht habe. Das klassische Bankgeschäft brummt, die Kapitalausstattung übertrifft alle Vorgaben, die Reputation der Bank ist besser denn je. Der 63-Jährige dankt den Mitarbeitern für ihr Engagement und kündigt den Aktionären eine stabile Dividende an. Der übliche Text.
Nach rund einer halben Stunde ist Ackermann fertig. Nun beginnt die Fragerunde. Ackermanns Sprecher appelliert noch einmal an die Disziplin der Anwesenden. Dies sei die Jahrespressekonferenz, mahnt er, Fragen möchten bitte schön das Jahr 2011 zum Gegenstand haben. Der erste Journalist hält sich noch daran, doch schon der zweite schert aus der Reihe. Welches wohl seine größten Erfolge und Fehler gewesen seien, fragt er. "Über mich selbst möchte ich jetzt nicht sprechen", erwidert Ackermann.