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Merken   Drucken   10.03.2011, 17:18 Schriftgröße: AAA

Luxushotels: Blackstone päppelt Hilton auf

Die Hotelkette ändert ihre Ausrichtung. Neben der Kernmarke will Hilton künftig auch Häuser in anderen Preisklassen ausbauen - mit Hilfe des Finanzinvestors. Bei der Expansion fährt der Konzern eine Doppelstrategie.
© Bild: 2011 Getty Images
Die Hotelkette ändert ihre Ausrichtung. Neben der Kernmarke will Hilton künftig auch Häuser in anderen Preisklassen ausbauen - mit Hilfe des Finanzinvestors. Bei der Expansion fährt der Konzern eine Doppelstrategie. von Jennifer Lachman  Berlin
Der Hotelkonzern Hilton will in den kommenden Jahren neben seiner Kernmarke stärker auch Häuser in anderen Preisklassen ausbauen. "Vor drei Jahren hatten wir in vielen Ländern viele Hiltons - und das war's", sagte Christopher Nassetta, Vorstandschef des US-Unternehmens, das zu den größten Anbietern weltweit gehört. Nun werde Hilton sowohl deutlich mehr Häuser von Luxusmarken wie Waldorf Astoria eröffnen als auch das Mittelklassesegment ausbauen: Hier sei die Hälfte der für die kommenden Jahre in Europa geplanten mehr als 15.000 Zimmer angesiedelt. Dafür nutzt der Konzern Marken wie Hampton und Hilton Garden Inn. Weltweit gehören 3670 Hotels zum Konzern.
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Seit der Übernahme durch den Finanzinvestor Blackstone  krempelt Nassetta den Traditionskonzern "von Grund auf um", wie er sagte. Die Private-Equity-Firma berief ihn 2007 zum Chef - nur eine Woche, nachdem sie den damals hoch verschuldeten Konzern für 26 Mrd. Dollar übernommen hatte. Seither hat sich Nassetta nur selten in der Presse geäußert.
Bei der Entwicklung des Konzerns fährt er eine Doppelstrategie. Zum einen treibt er die Markenvielfalt voran: Mit Waldorf Astoria und Conrad wirbt er um Luxuskunden. Im gehobenen Segment ist der Konzern - neben der Urmarke Hilton - mit Doubletree und Embassy Suites Hotels vertreten. In der Mittelklasse tritt er vor allem unter Hilton Garden Inn und Hampton auf. Zum anderen strebt Hilton ins Ausland: In fünf bis acht Jahren soll mehr als die Hälfte des Gewinns außerhalb der USA verdient werden. Derzeit sind es 30 Prozent.
Diese Ausrichtung bestimmt die Wachstumsstory, die für Private-Equity-Firmen wie Blackstone entscheidend für einen Ausstieg ist. Der Hilton-Kauf war einer der letzten im Boom bis 2007. Ziel von Finanzinvestoren ist meist, Firmen nach drei bis fünf Jahren zu verkaufen. Die Finanzkrise hat diesen Plan aber oft durcheinandergeworfen. Zu Blackstones Plänen äußerte sich Nassetta nicht.

Teil 2: Blackstones größte Baustellen

  • FTD.de, 10.03.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
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