Kursinformationen und Charts
Besonders die Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat macht sich für Ackermann stark. Ob Börsig aber tatsächlich einen vorzeitigen Rücktritt übers Herz bringt, wird in Finanzkreisen bezweifelt. Börsig ist bis 2013 gewählt. Das Verhältnis zwischen Ackermann und Börsig ist seit Längerem belastet - besonders seit 2009, als sich Börsig selbst zum Nachfolger von Ackermann als Bankchef aufstellen wollte, ehe Ackermann seinen Vertrag um drei Jahre bis 2013 verlängerte.
Für einen Wechsel in den Aufsichtsrat bräuchte Ackermann die Zustimmung der Großaktionäre. Denn das Aktiengesetz verbietet Vorständen den direkten Wechsel in den Aufsichtsrat - es sei denn, Aktionäre, die 25 Prozent des Kapitals halten, schlagen einen Vorstand auf der Hauptversammlung zur Wahl vor und bekommen dort die Mehrheit. Das hat bislang niemand gewagt, auch weil sich kein Topmanager öffentlich mit der Politik anlegen will. In seinen öffentlichen Äußerungen hatte Ackermann bisher stets gesagt, er wolle nicht in den Aufsichtsrat wechseln.
Für wenig Überraschungen dürften die Quartalszahlen der Bank sorgen, die ebenfalls am Dienstag veröffentlicht werden. Analysten gehen davon aus, dass die Bank von April bis Juni rund 1,3 Mrd. Euro verdient hat - etwas mehr als ein Jahr zuvor.