Für Investoren, die Verbindlichkeiten des in Kanada angesiedelten CIT-Geschäfts trügen, würden die Zinsen bei der Tauschofferte auf 10,25 Prozent von zuvor 9,0 Prozent angehoben, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Zudem wurde die Frist für die Annahme der Offerte bis zum 5. November verlängert. Ursprünglich sollte sie am 29. Oktober auslaufen.
Der krisengeschüttelte Kreditgeber von Tausenden US-Einzelhändlern und kleineren Firmen will mithilfe eines Tauschangebots seine Schulden restrukturieren. Insgesamt sollen mit dem Umschuldungsplan mindestens 5,7 Mrd. $ an Verbindlichkeiten abgebaut werden. Eine Insolvenz von CIT wäre einer der fünftgrößten Konkurse in den USA.
Der Investor und Firmenjäger
Carl Icahn hat der CIT-Führung inzwischen einen 6 Mrd. $ großen Kredit angeboten. So wolle er verhindern, dass CIT Anleihegläubigern "schamlos" besicherte Verbindlichkeiten "deutlich unter dem fairen Marktpreis" verkaufe, um dieselbe Summe zu erlangen.
Das 101 Jahre alte Unternehmen war in der Finanzkrise ins Stolpern geraten, weil es sich im Kreditboom zu viele Hypotheken- und Studentendarlehen aufgeladen und einen Schuldenberg von 40 Mrd. $ aufgebaut hatte. Nach ihrem Aktienkauf in Höhe von 2,3 Mrd. $ im Dezember lehnte die US-Regierung Gesuche um weitere Hilfen ab. CIT erhielt daraufhin einen Notkredit über 3 Mrd. $ von einer Gruppe großer Gläubiger, darunter auch Hedge-Fonds und Finanzinvestoren. CIT-Chef Jeffrey Peek hat mittlerweile seinen Rücktritt zum Jahresende angekündigt. Ihm wird angelastet, in riskante Geschäftsfelder expandiert zu haben.