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04.11.2010, 11:54
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Neuordnung in Gefahr:
Fusionsgespräche von WestLB und BayernLB geplatzt
Seit Wochen verhandelten die zwei Landesbanken. Nun bestätigt die BayernLB das Ende der Gespräche. Damit droht der Reform des öffentlich-rechtlichen Bankensektors ein herber Rückschlag.
von Tim Bartz Frankfurt
Die seit Wochen laufenden Verhandlungen der zwei angeschlagenen Landesbanken WestLB und BayernLB über einen Zusammenschluss werden nicht fortgesetzt. Das teilte die BayernLB am Donnerstag mit. Der Vorstand habe am Vortag beschlossen, die Fusionsprüfung nicht fortzusetzen. Die FTD hatte zuvor über das drohende Scheitern der Gespräche berichtet.
Die Gründe für das wahrscheinliche Scheitern der Fusion zum drittgrößten deutschen Geldinstitut nach
Deutscher Bank und
Commerzbank blieben zunächst unklar. Der Bruch geht aber von der BayernLB aus.
Der Firmensitz der WestLB in Düsseldorf
Mit dem Ende der Gespräche droht der vor allem vom Bund geforderten Neuordnung des öffentlich-rechtlichen Bankensektors, der in der Krise mit milliardenschweren Staatshilfen am Leben gehalten werden musste, ein schwerer Rückschlag. Eigentlich wollten WestLB und BayernLB Mitte November bei einem Treffen mit EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia über die Bedingungen eines Zusammenschlusses sprechen. Auch dieser Termin wird aller Wahrscheinlichkeit nach platzen.
Beide Landesbanken hatten am 20. September bekannt gegeben, bis zum Jahresende Gespräche über eine mögliche Fusion führen zu wollen. Anschließend hatten sie Arbeitsgruppen gegründet, um mögliche Hindernisse zu identifizieren, danach sollte eine eingehende Buchprüfung stattfinden.
Die Zentrale der Bayerischen Landesbank in München
EU-Kommissar Almunia hatte vor allzu großen Hoffnungen gewarnt und sich skeptisch über die Einigungschancen geäußert: "Angesichts der Tatsache, dass sich beide Banken in einem Restrukturierungsprozess befinden, führt eine Fusion nicht automatisch zur Wiederherstellung ihrer langfristigen Lebensfähigkeit", sagte er zur Bekanntgabe der Verhandlungen.
Die WestLB hatte Almunia sowieso schon gegen sich aufgebracht, weil sie den von der Kommission zur Auflage gemachten Verkauf der Konzerntochter Westimmo mit Verweis auf zu niedrige Offerten abgeblasen hatte. An der Westimmo sind der Konkurrent Aareal sowie der Finanzinvestor Apollo interessiert.
Teil 2: Warten auf EU-Auflagen
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Aus der FTD vom 04.11.2010
© 2010 Financial Times Deutschland,
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