Friedrich Merz soll einen Käufer für die WestLB finden
Offen bleibt, wie die WestLB die EU-Auflage erfüllen will, eine aus Sicht der Brüsseler Wettbewerbsbehörde regelwidrig vereinnahmte Beihilfe von 3,4 Mrd. Euro angemessen zu kompensieren. Offen ist auch, ob und unter welchen Bedingungen die WestLB im Landesbanken- und Sparkassenlager konsolidiert werden kann. Die EU-Kommission hatte am 15. November für die Vorlage eines neuen Umstrukturierungsplans eine Frist bis zum 15. Februar gesetzt.
Merz, der von der Investmentbank Morgan Stanley unterstützt wird, sprach am Freitag von einer Reihe "interessanter und belastbarer" Angebote. Bis zum 11. Februar müssten die Bieter konkretisierte Gebote vorlegen. Dies halten Beobachter insofern für bemerkenswert, als dass diese "Konkretisierung" den Bietern noch vor dem entscheidenden Termin mit Brüssel abverlangt wird. "Das heißt, dass die Interessenten Gebote, möglicherweise mit Preisvorstellungen abgeben sollen, ohne zu wissen, wie die WestLB nach den EU-Auflagen aussehen wird", sagte ein Insider.
Der Verkaufsprozess, der nach EU-Auflagen bis spätestens Ende 2011 vollständig abgeschlossen werden muss, werde dadurch nicht einfacher, hieß es. In dieser Woche soll die EU-Kommission über den Stand des Verkaufsverfahrens unterrichtet werden.