Insgesamt hat Blackstone 137 Mrd. Dollar investiert - 25 Prozent mehr als Ende 2010 - und ist damit der größte börsennotierte Finanzinvestor. 2011 hatte der Investor, der 4,4 Prozent an der Deutschen Telekom hält, den deutschen Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin gekauft. Carlyle droht Blackstone allerdings den Rang abzulaufen. Der Rivale verwaltet 148 Mrd. Dollar und drängt 2012 selbst an die Börse. Dank Unternehmensverkäufen konnte Carlyle in den ersten neun Monaten 15 Mrd. Dollar an seine Investoren ausschütten. 2010 waren es 8 Mrd. Dollar.
Bei Blackstone müssen sich die klassischen Investoren der verschiedenen Fonds - wie Pensionsfonds - die Gewinne seit dem Börsengang 2007 mit den Aktionären teilen. Im vierten Quartal wurde Blackstone doppelt von der Krise getroffen: Zahlreiche Beteiligungen mussten im Wert abgeschrieben werden, zugleich warfen die Unternehmen im Portfolio weniger Gewinne ab. Zum Teil machte Blackstone das aber mit den Gebühren für die Verwaltung der Fonds wett. Der Finanzinvestor hat zuletzt massiv in neue Geschäftsfelder wie Immobilien, Kredit-Engagements und Hedge-Fonds expandiert.
Der wirtschaftliche Gewinn, der Maßstab für den operativen Erfolg, sank auf 450 von 513 Mio. Dollar, traf damit aber die Erwartungen der Analysten. Im Gesamtjahr lag die Kennzahl mit 1,39 Mrd. Dollar fast auf Vorjahresniveau. "Trotz schwankender Märkte und der angeschlagenen Konjunktur hat Blackstone 2011 stark abgeschnitten", sagte Firmenchef Stephen Schwarzman.