Die amerikanische Großbank Morgan Stanley hat im ersten Quartal deutlich besser abgeschnitten, als Analysten erwartet hatten. Zwar wies die Bank einen Verlust von 94 Mio. Dollar aus, dieser entsteht allerdings durch die Neubewertung alter Schulden. Der Verlust je Aktie betrug sechs Cent. Im Vorjahr hatte das Haus 968 Mio. Dollar oder 50 Cent je Aktie verdient.
Ohne die Neubewertung hätten sich die Erträge nicht auf 6,9 Mrd. Dollar sondern auf 8,9 Mrd. Dollar belaufen. Demenstsprechend hätte der Gewinn 1,4 Mrd. Dollar oder 71 Cent je Aktie betragen. Analysten hatten zuvor einen Gewinn je Aktie von 44 Cent prognostiziert. Vor allem der Handelsbereich entwickelte sich besser als erwartet.
Die Aktie der Bank kletterte im vorbörslichen Handel um mehr als fünf Prozent.
Analysten hatten mit Einnahmen in Höhe von 7,9 Mrd. Dollar und einem Ergebnis je Aktie von 44 Cent gerechnet. Im vierten Quartal 2011 hatte das Institut einen Verlust von 250 Mio. Dollar ausgewiesen. An den Aktienmärkten waren die Erwartungen an Morgan Stanley relativ gering. Zuletzt hatte die Aktie deutlich an Wert verloren.
Die Zahlen der Konkurrenten hatten angedeutet, dass es ein schwieriges Quartal für Morgan Stanley werden könnte. So berichteten sowohl JP Morgan als auch Goldman Sachs von einem schwachen Investmentbanking.