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Merken   Drucken   04.05.2012, 10:54 Schriftgröße: AAA

Quartalszahlen: Royal Bank of Scotland gibt Staatsgarantien zurück

Die britische Bank bleibt aber mehrheitlich in Staatsbesitz. Operativ meldet das Institut erhebliche Fortschritte. Sonderbelastungen drücken das Ergebnis dennoch tief ins Minus.
© Bild: 2009 AP
Die britische Bank bleibt aber mehrheitlich in Staatsbesitz. Operativ meldet das Institut erhebliche Fortschritte. Sonderbelastungen drücken das Ergebnis dennoch tief ins Minus.

Die Royal Bank of Scotland  gibt nach dreieinhalb Jahren die in der Finanzkrise erhaltenen Staatsgarantien zurück. Die Bürgschaften für Kredite würden in der nächsten Woche vollständig abgelöst, teilte das Institut am Freitag mit. Laut Financial Times hatte das Institut 2008 75 Mrd. Pfund aus dem sogenannten Credit Guarantee Scheme der britischen Regierung erhalten. London stützte die Bank außerdem durch den Kauf von Aktien, sie befindet sich zu 80 Prozent in Staatsbesitz.

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Auch im operativen Geschäft machte die Bank im ersten Quartal Fortschritte: Das Ergebnis vor Steuern, Abschreibungen und Entschädigungszahlungen an Käufer sogenannter Restschuldversicherungen belief sich auf 1,2 Mrd. Pfund (1,4 Mrd. Euro). Das entspricht einem Plus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Unter dem Strich ergab sich allerdings ein dickes Minus von 1,5 Mrd. Pfund.

Hauptgrund für das Nebeneinander von operativem Gewinn und Nettoverlust war eine Abschreibung von 2,5 Mrd. Pfund auf Schuldtitel der Bank. Dieser Effekt hat im zurückliegenden Quartal zahlreichen Banken die Bilanz verhagelt. Hinzu kamen bei der Royal Bank allerdings Ausgaben von 125 Mio. Pfund für Entschädigungszahlungen. Wie andere britische Institute auch müssen die Schotten nach einem höchstrichterlichen Urteil zahlreiche Versicherungsverträge rückabwickeln, die Bankkunden teilweise ohne deren Wissen untergejubelt worden waren.

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