Die Kunden der weltgrößten Kreditkarten-Firma Visa haben sich im vergangenen Quartal spendabel gezeigt.
Visa wickelte Zahlungen über insgesamt 1000 Mrd. Dollar ab. Umgerechnet sind das 770 Mrd. Euro und ein Plus von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die neuen Geschäftsdaten teilte Visa am Mittwochabend mit.
Der stete Zahlungsstrom, an dem Visa durch Gebühren profitiert, zusammen mit einer Steuergutschrift sorgte dafür, dass der Konzern beim Gewinn in seinem vierten Geschäftsquartal von Juli bis September kräftig zulegen konnte: Unterm Strich kamen 1,7 Mrd. Dollar heraus und damit fast doppelt so viel wie vor einem Jahr. Auch ohne den Steuereffekt hätte Visa mehr verdient.
Mit seinen Zahlen übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Börsianer. Visa rechnet damit, im gerade angelaufenen neuen Geschäftsjahr noch besser abschneiden zu können. Die Aktie stieg nachbörslich um ein Prozent.
Die zunehmende Beliebtheit des Plastikgeldes treibt auch den Gewinn bei Mastercard . Im dritten Quartal verdiente der Kreditkarten-Anbieter, der am selben Tag seine neuen Zahlen vorlegte, unterm Strich 772 Mio. Dollar. Das waren acht Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Mastercard-Aktie stieg um ein gutes Prozent.
Insgesamt flossen 918 Mrd. Dollar über die Mastercard-Systeme, ein Zuwachs von 14 Prozent. Auch Mastercard kassiert dafür Gebühren.
Bereits der Rivale American Express hatte von einem florierenden Geschäft berichtet. Anders als dieser Anbieter sind Visa und Mastercard nur für die Abwicklung der Zahlungen zuständig, sie vergeben selbst keine Kredite. Das machen die Partner, zumeist Banken.