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26.01.2012, 08:00
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Referendumspläne:
Knauserige Schotten wollen billige Unabhängigkeit
Die Regierung in Edinburgh macht Ernst: Ende 2014 soll die Bevölkerung über eine Abspaltung von Großbritannien abstimmen. Für die schottischen Banken will Ministerpräsident Salmond aber nicht alleine verantwortlich zeichnen.
von Barbara Schäder Frankfurt
"Unser Erfolg sollte in unseren eigenen Händen liegen." Mit diesen Worten begründete der schottische Ministerpräsident Alex Salmond am Mittwoch sein Streben nach Unabhängigkeit. Im Herbst 2014 sollen die Schotten darüber abstimmen.
Die Royal Bank of Scotland kostete die britischen Steuerzahler Milliarden
Erfolge hat Schottland zweifellos vorzuweisen: Whisky erfreut sich weltweit wachsender Beliebtheit, das berühmte Karo-Muster ist aus der Mode nicht mehr wegzudenken - und dann ist da natürlich noch Sean Connery. Der einzig wahre James Bond.
Doch es gibt da ein kleines Problem: Die
Royal Bank of Scotland (RBS) mit Sitz in Edinburgh. Sie wurde 2008 vom Steuerzahler mit 46 Mrd. Pfund gerettet und gehört seither dem britischen Staat. Dessen Verschuldung stieg seither nicht zuletzt wegen der Kosten für die Bankenrettung von rund 55 Prozent der Wirtschaftsleistung auf über 80 Prozent. Von den Schulden will Salmond aber nur acht Prozent übernehmen - das entspricht dem Anteil der Schotten an der britischen Bevölkerung.
Salmond arbeitete jahrelang für die Bank
Schuld an den Problemen der Bank seien die Engländer, argumentiert Salmond: Das Finanzministerium sei "für die schlechte Regulierung des Finanzsektors verantwortlich", sagte er kürzlich dem Fernsehsender Channel 4.
Dieses Argument sorgte in England für helle Aufregung. Denn ausweislich eines Briefwechsels aus dem Jahr 2007 hatte Salmond damals die Übernahme der niederländischen Bank
ABN Amro unterstützt - an der sich die RBS verhob. Das von britischen Medien ausgegrabene Schreiben an den damaligen RBS-Chef Fred Goodwin unterzeichnete Salmond mit einem vertraulichen "Alex". Der schottische Ministerpräsident hatte in den 80ern sieben Jahre lang für die Bank gearbeitet.
Teil 2: Für Notkredite sollen die Banken weiter in London anfragen
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FTD.de, 26.01.2012
© 2012 Financial Times Deutschland,
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