FTD.de » Unternehmen » Finanzdienstleister » Paul de Grauwe - Verbietet Verbriefungen!

Merken   Drucken   24.11.2009, 12:40 Schriftgröße: AAA

Refinanzierung: Paul de Grauwe - Verbietet Verbriefungen!  

Kommentar Die Banken schaffen Risiken, deren Ausmaß sich auch wissenschaftlich nicht schätzen lässt. Die Konsequenz daraus muss sein: Sie dürfen diese Risiken nicht auch noch unkontrolliert streuen. von Paul De Grauwe
Paul de Grauwe ist Wirtschaftsprofessor an der Katholischen Universität Leuven und Associate Fellow bei der Denkfabrik Centre for European Policy Studies.
Banken haben die Finanzkrise verursacht und wurden um ein Haar von ihr zu Fall gebracht. Es besteht kaum ein Zweifel daran, dass sich das Bankwesen einer radikalen Reform unterziehen muss. Aber wie? Um diese Frage beantworten zu können, müssen wir zunächst die Risiken verstehen, die Banken schaffen.
Banken leihen sich kurzfristig Geld und verleihen es langfristig. Dadurch schaffen sie eine ganz spezielle Form von Risiko, nämlich ein Liquiditätsrisiko. Dabei besteht die Gefahr, dass die Anleger plötzlich ihr Geld von der Bank zurückfordern. Dazu kommt es selten - aber wenn, dann zieht es verheerende Folgen nach sich. Das Risiko ist schwer, wenn nicht gar unmöglich zu quantifizieren, weil es als Folge kollektiver Fälle von Misstrauen und Panik auftritt. Uns fehlt dementsprechend auch eine wissenschaftliche Grundlage, um solche Liquiditätskrisen vorhersagen zu können.
Zudem stehen Banken im Mittelpunkt des Zahlungssystems, was ein Geflecht von Kreditvergaben und Kreditaufnahmen der Banken untereinander nach sich zieht. Dieser Interbankenmarkt bringt es mit sich, dass auch die Risiken miteinander verflochten sind: Geht eine Bank unter, sind die anderen in Gefahr. Hat eine Bank Probleme, breiten diese sich wie eine ansteckende Krankheit aus. Deshalb hängen Risiken im Bankensystem häufig voneinander ab.

Dieses ist ein kostenpflichtiger Inhalt der FTD. Bitte melden Sie sich an, um fortzufahren!

Abonnenten
Sie haben kostenlosen Zugang zum Weiterlesen oder Herunterladen. Bitte melden Sie ich mit Ihren Zugangsdaten über die Anmeldebox an.

Nicht-Abonnenten
Wenn Sie Interesse an einem FTD-Abo haben, informieren Sie sich über die verschiedenen Abo-Angebote unter www.ftd.de/abo-vergleich.

Alternativ können Sie für den Zugriff auf den gewünschten Inhalt ein Tagesticket erwerben. Für den Erwerb eines Tagestickets müssen Sie bei uns registriert sein (zur Registrierung). Nach Registrierung melden Sie sich einfach über die Anmeldebox an. Anschließend können Sie das Tagesticket erwerben.

Das Tagesticket bietet für 2,50 € einen 24-Stunden-Vollzugriff auf...

  • ...alle Premium-Artikel auf FTD.de
  • ...das aktuelle ePaper (Zeitung als PDF) und 1-Monats-Archiv der FTD
  • ...die Nachmittagsausgabe FTD 17 Uhr (PDF)
  • ...alle Sonderbeilagen der FTD (PDF)
  • ...alle älteren Ausgaben der FTD über einen Archiv-Zugang
  • ...alle archivierten Online-Artikel
Login

Statten Sie Ihre Mitarbeiter oder Key-Accounts mit dem Informationsangebot der FTD aus. Über Unternehmenslösungen für Abonnements oder Online-Zugänge informiert Sie gern unsere Abteilung Business Cooperations, corporate-solutions(at)ftd.de.

Bei Fragen rund ums Abo wenden Sie sich bitte an unsere Service-Zentrale unter kundenservice@ftd.de
Bei Fragen oder Problemen zu Ihrer Einzelverkaufsabrechnung wenden Sie sich bitte direkt an Click & Buy
  • Aus der FTD vom 24.11.2009
    © 2009 Financial Times Deutschland,
Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  
Kommentare
  • 26.11.2009 00:52:56 Uhr   Kassandra MMIX: Im Konjunktiv geht nichts mehr schief

    Trefflich die Analyse aber reines Wunschdenken.Kenntnisse über die sog. modernen Strukturen des Staates - in real ein vormittelalterliches Feudalsystem- bleiben unberücksichtigt.. Die schlichte Tatsache z. B. das sich ein Riesenheer von Schmarotzern in Amts- Bank- und sonstigen halboffiziellen Strukturen gebildet hat und Pensionen an ihre üppig (im Verhältnis zu ihrem volkswirtschaftlichen Beitrag ) bezahlten Vorgänger gezahlt werden zwingt den Staat zu solcherart Kapriolen.

    Die Aufweichung der Risikokriterien war alles andere als zwangsläufig. Wer behauptet das da ein Überblick verloren ging lügt da solche "Werte" jederzeit mit Null bilanziert werden können..

    Die Bezieher leistungsloser Einkommen fressen dem System die Haare vom Kopf. Gleichzeitig sitzen Sie an den Schaltstellen. Da auch ein fiktiver Gewinn Steuern generiert passiert genau das was passiert ist.

    Jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen die fehlenden Mittel werden von den wenigen noch volkswirtschaftlich sinnvollen Tätigkeiten nachgehenden Firmen und Menschen erpresst.

    Das geht schon jetzt nicht mehr gut. Inflationieren der Geldmärkte ist so wenig zu vermeiden wie das enteignen derjenigen die Versuchen "ehrliche Arbeit zu leisten.

    EIne sog. vorrevulotionäre Situation. Danach wird nicht mehr viel übrig bleiben.

  • 25.11.2009 17:46:56 Uhr   Kaiserbubu: Noch falscherer Denkansatz @Marcel W.
  • 25.11.2009 13:44:04 Uhr   Friesländer: Dummheit bestrafen
  • 25.11.2009 11:42:55 Uhr   Marcel W.: Falscher Denkansatz
  • 25.11.2009 09:08:50 Uhr   Eidgenosse: Kreditklemme statt Normalisierung
Kommentar schreiben Pflichtfelder*




FTD-Versicherungsmonitor
FTD-Versicherungsmonitor

Der FTD-Versicherungsmonitor hat alle wichtigen Namen und Nachrichten auf dem Radar und bündelt die wichtigsten Informationen aus verschiedenen Quellen. So erhalten Sie einen exzellenten Überblick über die Assekuranz, analytisch kommentiert von FTD-Versicherungskorrespondent Herbert Fromme.

Jetzt kostenlos abonnieren
Tweets von FTD.de Unternehmens-News

Weitere Tweets von FTD.de

Tools für Unternehmer
 
Gründung Finanzierung Steuern Firmenwert Vorlagen
Verträge und Vorlagen Sie benötigen Dokumente und nützliche Arbeitshilfen für Ihren Geschäftsalltag? Wählen Sie aus fast 5.000 rechtssicheren und aktuellen Verträgen, Vorlagen, Checklisten, Rechentabellen oder Ratgebern. mehr

Newsletter:   Eilmeldungen Unternehmen

Autobauer unterschreibt milliardenschwere Übernahme? Mit uns wissen Sie es, bevor die Tinte trocken ist.

Beispiel   |   Datenschutz
  • Versicherungskolumne: Offensichtlich keine Gewinnwarnung

    Am Mittwoch habe ich die Allianz verärgert. Das ist an sich nichts Besonderes. Der Weltmarktführer ist riesig. Vieles von dem, was er tut, ist gut und erfolgreich, manches auch nicht. Es gehört zum Selbstverständnis eines Wirtschaftsjournalisten, ihm bisweilen auf die Füße zu treten und Missfallen zu erregen. mehr

  •  
  • blättern
  Bilderserie Branche im Umbruch Der FTD-Versicherungstag 2012

Bilderserie

  10.02. Wirtschaft Juncker: "Griechenlands Worten müssen Taten folgen"
Wirtschaft: Juncker: "Griechenlands Worten müssen Taten ...

Griechenland muss seine neuen Sparversprechen noch schwarz auf weiß abgeben, ehe die Euro-Länder ein zweites Rettungspaket freigeben. mehr

FTD-Blogs
Weitere FTD-Blogs

alle FTD-Blogs

 



markets
  DAX 6692,96  [-95.84 -1,41%
  Dow Jones 12801,23  [-89.23 -0,69%
  Nasdaq Composite 2903,88  [-23.35 -0,80%
  Euro Stoxx 50 2480,76  [-41.58 -1,65%
VERSICHERUNGEN

mehr Versicherungen

INDUSTRIE

mehr Industrie

FINANZDIENSTLEISTER

mehr Finanzdienstleister

HANDEL+DIENSTLEISTER

mehr Handel+Dienstleister

 
© 1999 - 2012 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Über FTD.de | Impressum | Datenschutz | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

VW | Siemens | Apple | Gold | MBA | Business English | IQ-Test | Gehaltsrechner | Festgeld-Vergleich | Erbschaftssteuer
G+J Glossar
Partner-Angebote